STEEL PROPHET - The God Machine
Label: Roar! Rock Of Angels Records Ike (soulfood)
Der Personalwechsel liegt bei vielen Bands heutzutage an der Tagesordnung. Auch bei den US-Metallern von STEEL PROPHET ist das nichts Neues. Aber wenn man den Gesang austauscht, dann hat das meistens einschneidende Auswirkungen, die bis zur einer Auflösung der Band führen können. Und das liegt oft daran, dass sich der Fan meistens am Gesang orientiert und dadurch stark mit seiner favorisierten Combo identifiziert.

Fünf Jahre nach ihrem letzten Album „Omniscient“ wagten sich STEEL PROPHET mit einem neuen Sänger ins Studio. Kein geringerer als R.D. Liapakis, den meisten bekannt von seiner Hauptband MYSTIC PROPHECY und seiner nicht minder schwachen Nebenbeschäftigung mit dem Namen DEVILS TRAIN, konnten sie anstelle von Rick Mythiasin gewinnen. Und schon beim titelgebenden Opener hört man, dass die Auswahl richtig getroffen wurde. Der eher durch rauhen Gesang bekannte „Loia“ schafft müholos hier die typischen hohen Schouts und treibt den ersten Track der ordentlich Stoff gibt in ungeahnte Höhen. Auch beim zweiten Track, bei dem zwar etwas der Fuß vom Gaspedal genommen wurde, harmonieren Stimme mit den Kompositionen von Steve Kachinsky perfekt. Auch in noch ruhigeren Gefilden, wie beispielsweise bei den Tracks “Dark Mask / Between Love And Hate“, bei dem man auch die klassischen Hardrock-Züge der Band erkennen kann oder bei der für mich eher langatmigen Power-Ballade „Buried and Broken“ zeigt er stimmliche Qualitäten, die ich ihm nicht wirklich zugetraut hätte. Mit „Lucifer / The Devil Inside“, „Fight, Kill“ (trotz langatmigen Intro) und „Life = Love = God Machine” nimmt die prophetische Reise noch einmal ordentlich Fahrt auf zum Ende hin.

Hier kann man sagen, dass man zwar die bekannte Eigenständigkeit der Band mit dem Sängerwechsel etwas verloren hat, da R.D. zu keiner Zeit seinen Vorgänger imitiert, hat aber mit Liapakis den richtigen Riecher bewiesen und somit avanciert „The God Machine“ zum Favoriten in Sachen US Power Metal im Jahre 2019.

www.facebook.com/SteelProphet


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The God Machine
2. Crucify
3. Thrashed Relentlessly
4. Dark Mask / Between Love And Hate
5. Damnation Calling
6. Soulhunter
7. Buried And Broken
8. Lucifer / The Devil Inside
9. Fight, Kill
10. Life = Love = God
11. Machine
Gesamtspielzeit: 41:02

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Beitrag vom 05.05.2019
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