ASYLUM PYRE - N°4
Label: M & O Music
Schon länger versuchen die Franzosen von ASYLUM PYRE frischen Wind in das Genre Gothic zu bringen und vermengten ihren female-fronted Sound gerne mit Power- und Heavy Metal sowie weiteren Elementen aus verschiedensten Genres. Seit dem letzten Werk „Spirited Away“ sind vier Jahre vergangen und man musste sich erneut eine neue Frontdame suchen, die nun aber mit Oxy Hart sowas von perfekt besetzt wurde, dass es schon fast unheimlich ist, wie eingespielt und routiniert die Band hier auf „N°4“ agiert, zumal auch der Rest der Band komplett ausgetauscht wurde.

Schon der moderne Einstieg „One Day“, der vor Synthies, Industrial-Elemente und auch einem Part der irgendwie gesanglich an die SPICE GIRLS erinnert, nicht zurückschreckt, macht schon eine Menge Spaß. Ein heavy Stampfer mit hymnischem Chorus der zum Mitsingen einlädt und schon wunderbar zeigt, was die Französin stimmlich zu bieten hat. Dazu gesellen sich wunderschöne Melodien, knackige Riffs und ein paar zusätzlich Vocals von Mastermind Johann Cadot. Gerade die männlichen Vocals wirken oft aufgesetzt und unpassend, doch Johann liefert hier gewaltig ab und weiß auch bei den geschmackvoll eingesetzten Shouts die hier und da eingestreut werden, zu überzeugen. Poppig mit Synthies geht es mit „Sex Drugs And Scars“ weiter und es überrascht nicht, dass hier Yannis Papadopoulos von BEAST IN BLACK mitmischt. Macht zwar irgendwie Spaß, aber für mich dennoch der einzige verzichtbare Song des Albums. Dafür gefällt die treibende und thrashige Power Metal Nummer „Lady Ivy“, der eindringliche Ohrwurm „On First Earth“ mit genialen Rhythmen und Melodien sowie das heftige „(D)ea(r)th“ gleich umso besser. Hier gibt Johann mit seinen Screams alles und liefert ein grandioses Duett mit Oxy, und erneut möchte man sofort mitbrüllen.

ASYLUM PYRE haben noch lange nicht alle Asse verschossen, denn „MCQ Drama“ überrascht mit einem Mix aus Disco-Beats und opulenter Atmosphäre. Zwei Gegensätze die hier wunderbar funktionieren, ehe „Borderline“ mit unverschämt eindringlichem Refrain, der leicht folkig daher kommt und die Power-Üerhymne „The Right To Pain“ nochmal für Staunen sorgen und süchtig machen. Zweitgenannter Song startet mit hohen Rock-Vocals, die aber bald von Doubelbass-Gewitter und epischem Männerchor á la ORDEN OGAN abgelöst wird, aber auch hier weiß Oxy wieder zu glänzen. Das treibende „The Broken“ Frame geht dann nochmal unter die Haut und „The Cemetery Road“ verbindet einmal mehr Gothic mit Power- und Industrial Metal.

ASYLUM PYRE bringen nicht nur frischen Wind in das angestaubte Genre, sondern liefern auch noch zwölf Hitkandidaten, die Fans verschiedenster Genres ansprechen sollten und spielen sich mal ebenso im Vorbeigehen in die Oberliga. Hoffentlich bleibt das nicht unentdeckt, denn die Franzosen haben echt etwas zu bieten.

www.asylumpyre.com/en


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Lullaby For The Clairvoyants
2. One Day (Silence Pt2: Day Dreaming)
3. Sex, Drugs And Scars
4. Lady Ivy
5. On First Earth
6. (D)ea(r)th
7. Into The Wild
8. MCQ Drama
9. Borderline
10. The Right To Pain
11. The Broken Frame
12. The Cemetery Road
Gesamtspielzeit: 49:27

maxomer
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Beitrag vom 11.05.2019
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