AXENSTAR - End Of All Hope
Label: Ram It Down Records (soulfood)
2002 traten AXENSTAR mit ihrem Debüt ”Perpetual Twilight“ in mein musikalischens Leben und ich schloss die Band ab dem ersten Ton in mein Herz. Dann habe ich sie etwas aus den Augen verloren, bis sie vor fünf Jahren mit „Where Dreams Are Forgotten“ wieder auf meinem Radar erschienen. Die Hoffnung war groß, dass aus AXENSTAR doch noch der große Wurf wird und in den sechs veröffentlichten Alben seit dem Gründungsjahr befanden sich großartige Werke darunter wie zum Beispiel „The Inquisition“. Das neue Album sollte vorerst „The Dark Age“ heißen und wurde dann zum Ende hin in „End Of All Hope“ umgetauft. Nomen est Omen heißt es so schön und beim siebten Studiowerk scheint sich der Titel wirklich zu bewahrheiten. Nicht dass die Band rund um Sänger und Bassisten Magnus Winterwild jetzt ihr ganzes Talent verloren hätten in den letzten 17 Jahren, aber irgendwie fehlt der Sache der Elan. Man hat sich zwar auf die Wurzeln zurück besinnt und spielt wieder mehr Power Metal, aber der passt sich leider zu sehr dem Schema F aus der nordischen Bandschmiede an. Schon bei den ersten beiden Songs kennt man beim Intro keinen Unterschied. Klingt vollkommen gleich und ich muss auf die Playlist schauen, um zu erkennen, dass es sich nicht gerade um eine theatralische, sondern wirklich um eine Pause zwischen den beiden Tracks gehandelt hat.

Es gibt aber auch Songs die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern wie „Honor And Victory“ oder „My Kingdom Come“. Aber dieser Momente gibt es zu wenig, vor allem in Anbetracht von einem 7-Minuten Langweiler wie „A Moment In Time“ bei dem man jede Sekunde glaubt, der Song bleibt plötzlich stehen, da man nicht annehmen kann, dass es noch langsamer und glattgestrichener gehen kann. Mit dieser Einstellung hat man aber leider Unrecht, wie dann der letzte Track beweist. Sieben Minuten die scheinbar aus der Schublade mit der Aufschrift „Nordischer Power Metal Einheitsbrei“ stammt.

Damit man 2019 noch ein totes Rentier hinter der Feueresche hervorlocken kann, bedarf es mehr Eigenständigkeit und Mut zur selbigen. Ihr könnt es doch, habt ihr doch schon bewiesen. Also auf geht’s und zeigt beim nächsten Album, dass ich den Titel nicht wirklich für bare Münze nehmen muss.

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4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Legions
2. King Of Fools
3. The Unholy
4. Honor And Victory
5. A Moment In Time
6. My Kingdom Come
7. The Dark Age
8. Mistress Of Agony
9. Time Is No Healer
10. Of Pain And Misery
Gesamtspielzeit:

MadMax
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Beitrag vom 12.05.2019
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