SAVAGE MESSIAH - Demons
Label: Century Media
Irgendwie lässt sich das Quartett aus England nicht so richtig einordnen. Spielen die jetzt Thrash oder doch etwas härter angehauchten Power Melodic Metal? Eigentlich ist es egal, denn im Gegensatz zu ihrem Parlament machen SAVAGE MESSIAH Nägel mit Köpfen und bringen mit „Demons“ bereits ihr fünftes Album seit ihrer Gründung vor zehn Jahren auf den Plattenteller.

Und waren die ersten Veröffentlichungen noch sehr einfach dem harten Thrash (in Richtung EXODUS, ATTILLERY usw.) zuzuordnen, änderte die Band immer wieder etwas ihren Stil, genauso wie sich auch die Besetzung in den wenigen Jahren schon zig mal geändert hat. Und auch bei „Demons“ kann man eine Veränderung wahrnehmen. Unter der Fuchtel von Produzenten David Castillo (u.a. OPETH, DIMMU BORGIR, SOILWORK) wurden in Jens Bogrens Fascination Street Studios in Schweden die neuen Songs eingespielt und erhielten so den richtigen Mix aus Thrash und Melodic Metal ohne aber die Eigenständigkeit der Band zu zerstören. Und schon bei der ersten Nummer „Virtue Signal“ ist dieser Mix gut zu erkennen. Hartes Intro Riff gefolgt von einem Schrei in bester Power Metal Manier, um dann im Solo Part ins thrashige Gefilde einzutauchen. Und diese Abwechslung gleich im ersten Song. Das zieht sich aber durch die ganze Scheibe und bereitet eigentlich ein ausgezeichnetes Hörvergnügen. „Under The Illusion“, „The Bitter Truth“ oder „Rise Then Fall“, eigentlich könnte man jetzt jeden einzelnen der elf Tracks hernehmen, bietet man dem Hörer diese abwechslungsreichen Genreübergriffe. Perfekt wirkt auch die Coverversion von “Parachute“, kommt das Original von Chris Stapleton ja eigentlich aus der Country & Western-Welt. Manchmal etwas gezügelter („What Dreams May Come“) und dann wieder an große Power Metal Bands angelehnt (nicht nur mit einer Namensähnlichkeit wie bei „The Lights Are Going Out“) unterhalten die Briten den Zuhörer aufs Feinste mit einem Mix aus TESTAMENT, BRAINSTORM oder auch MEGADETH. Einzig und allein die Ballade „Until The Shadows Fall“ will nicht so richtig ins Bild passen. Zu ruhig oder zu kraftlos - ich kann es nicht wirklich sagen, aber dieser kurze Ausrutscher kann den Rest nicht wirklich madig machen.

Man sollte dieser CD ein Ohr leihen und ich kann versprechen, dass man nicht enttäuscht sein wird.

www.savagemessiahofficial.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Virtue Signal
2. What Dreams May Come
3. Heretic In The Modern World
4. Parachute
5. Under No Illusions
6. Down And Out
7. The Lights Are Going Out
8. The Bitter Truth
9. Until The Shadows Fall
10. Rise Then Fall
11. Steal The Faith In Me
Gesamtspielzeit: 44.59

MadMax
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Beitrag vom 30.05.2019
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