AS CITIES BURN - Scream Through The Walls
Label: Rude Records
Nach drei EPs und genau so vielen Alben löste sich die 2002 von den Bonette Brüdern gegründete Truppe AS CITIES BURN auf. Auch wenn man 2011, also zwei Jahre nach der Auflösung bereits ein Comeback ankündigte, sollte es aber weitere acht Jahre dauern, bis es neues Material der Herren aus Louisina geben sollte, doch nun ist „Scream Through The Walls“ da und verspricht erneut eine Mischung aus Postcore und Indie-Rock.

AS CITIES BURN sind in ihrem Schaffen zwar von der sperrigen, aber auch sehr unterhaltsamen Sorte. So bieten sich eventuell Vergleiche mit BLINDSIDE an, was nicht nur an der abwechslungsreichen Spielweise, die mit Klavier und Samples hier und da aufgepeppt wird, liegt. Auch T.J. und Cody, die beide ihre Stimmbänder auf verschiedenste Weisen strapazieren, erinnern immer wieder an die Schweden. So wechselt man zwischen melodischen Indie Rock-Parts mit sanften Gitarren und heftigen Metalcore-Ausbrüchen, oder halt einfach irgendwo dazwischen, vorrangig bleibt man aber in ruhigen bis mittelharten Segmenten und versucht die sperrige Musik mit ein paar einprägsamen Refrains, die gerne auch mal mehrstimmig sein dürfen, auszugleichen. Ein gutes Beispiel dafür ist sicher gleich mal „Broadway“, das mit leicht psychedelischem Einschlag und verzweifelten Screams im Kontrast zum angenehmen und einfach mitzusingendem Refrain steht. Das mit ein paar Punk-Rhythmen ausgestattete „Chains“ ist sicher auch nicht zufällig als Single ausgewählt, denn die retro-rock´n´rollige Gitarre macht einfach Spaß und der Song geht sowieso ganz gut ins Ohr. Ganz ruhige und auch leicht melancholische Töne werden bei „Maybe“ angeschlagen, „2020 AD“ ist dichter in der Atmosphäre ausgefallen und „Bright White Light“ (Indie)rockt wieder ganz gut.

So richtig gut zünden will auf „Scream Through Walls“ aber leider nicht. AS CITIES BURN zeigen Potential und sehr gute Ansätze, doch um über die ganze Distanz wirklich zu gefallen, ist doch etwas mehr nötig. Zwingende Hits und ganz große Momente suche ich auch vergeblich, aber irgendwie habe ich doch meine Freude mit den Amis und kann ein Reinhören für Fans des Genres auf jeden Fall empfehlen.



www.ascitiesburn.net


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Live Convinced
2. Broadway
3. 2020 AD
4. Hollowed Out
5. Maybe
6. Chains
7. Bright White Light
8. Blind Spots
9. Venture
10. Die Contrary
Gesamtspielzeit:

maxomer
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Beitrag vom 10.07.2019
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