OBEY THE BRAVE - Balance
Label: Impericon Records
Auch wenn die kanadischen Post-Core´ler OBEY THE BRAVE bereits bei ihrem vierten Album angekommen sind und bereits mehrfach in Europa – wie auch am Summer Breeze – waren, sind die Jungs bisher komplett an mir vorbeigegangen, was schade ist, denn „Balance“ hat es echt in sich. Unterwegs sind die Herren bereits seit 2011 und wurden von (ex-)Mitgliedern von DESPISED ICON und BLIND WITNESS gegründet

Schnell fühlte ich mich an BEARTOOTH oder SILVERSTEIN erinnert, was auch nicht verwundert, wenn man liest, mit wem die Herren die für die Produktion zuständig waren, bereits zusammengearbeitet haben. Darunter sind nämlich SILVERSTEIN-Gitarrist Paul Marc Rousseau, PROTEST THE HERO, EMMURE und LIKE PACIFIC.

Stilistisch gibt es fetten Hardcore gepaart mit eingängigem Metalcore, punkigen Einschüben und vor allem viel Abwechslung. „No Apologies“ bringt gleich einiges davon mit und knallt heftig aus den Boxen, wird im Refrain dann aber recht melodisch. „Die Young“ geht noch eine Schippe hymnischer ran und kommt mit einer typischen Genrebotschaft mit den Worten: „they say, the good die young, but we´re holding on... no it’s not over, till we say it’s done.“ daher. Der mehrstimmige Refrain lädt zum Mitsingen ein, während Frontmann Alex Erian mit einer verdammt vielseitigen Stimmperformance punktet und zusätzlich für Abwechslung sorgt. Weitere großartige Nummern sind das treibende „The Tide“, die kurze, knackige und fette Breitseite in Form des Titeltracks sowie die auf Französisch vorgetragene Hardcore-Schelle „Cale Le Jeu“. „Seeing Red“ bietet dann erneut punkigen Flair, aber auch einen Schuss Thrash und ein paar ruhigere Momente, die OBEY THE BRAVE immer wieder gekonnt einstreuen. Technisch sind die Jungs sowieso über jeden Zweifel erhaben und die Tracks strotzen nur so vor Energie, coolen Ideen und starken Riffs, so dass man sofort Lust auf eine Live-Performance der Jungs bekommt. Die gibt es dann natürlich auch im Herbst in Europa gemeinsam mit LIONHEART und DEEZ NUTS.

Fans des eingängigen, aber dennoch heavy tönenden Post/Hard/Metalcore werden hier auf jeden Fall eine große Freude haben. Das einzige Manko von „Balance“ ist die verdammt kurze Spielzeit. Ansonsten haut das Teil voll rein! Und so werde ich mich jetzt definitiv auch den Vorgängern widmen.

www.obeythebrave.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. No Apologies
2. Die Young
3. Cold Summer
4. Reality Check
5. Smoke Signals
6. The Tide
7. Calme Le Jeu
8. Seeing Red
9. Balance
Gesamtspielzeit: 27:24

maxomer
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Beitrag vom 17.07.2019
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