GYZE - Asian Chaos
Label: Black Sheep Records
Es ist nicht schwer zu erkennen, woher GYZE stammen, denn mit dem Albumtitel „Asian Chaos“, den ihr viertes Werk trägt, dem Artwork, das einen Samurai ziert und den abgefahrenen Outfits im J-Pop Style, ist klar, dass die Jungs aus Japan stammen. Das Trio, das nun zum Quartett angewachsen ist, sollte in Europa auch nicht mehr allzu unbekannt sein, beackerte man hier auch schon Festivals wie das Summer Breeze und ging fleißig auf Tour.

Nach einem traditionell japanisch anmutenden, aber episch und metallisch angehauchten Intro geht es auch gleich in die Vollen. Die Jungs klingen wie ein Bastard aus CHILDREN OF BODOM und DRAGONFORCE, nur halt eben auf Japanisch. Aber nicht falsch verstehen, Fronter Ryoji singt zumeist auf Englisch, jedoch webt man japanische Folklore in die furiosen Melodic/Power Metal Nummern. Der Mann klingt halt Alexi Lahio zum Verwechseln ähnlich und zeigt sich an der Gitarre ebenso akrobatisch, aber wie der Mann das live gleichzeitig schafft, ist mir immer noch ein Rätsel, zumal er das bis vor kurzem noch komplett alleine gemacht hat, ehe man sich für dieses Album Shinkai als zweiten Gitarristen hinzu geholt hat. Leider hat auch Ryojis Bruder und Drummer Aruta wegen psychischen Problemen den Drumstuhl verlassen müssen und für einen gewissen Han-nya Platz gemacht. Der Mann haut aber nicht minder stark in die Felle. Neben der asiatischen Folklore und den Texten über Samurai, Drachen und auch die jüngere Geschichte Japans („1945 Hiroshima“) zeigen sich die Jungs auch noch um eine Ecke progressiver als die Kollegen in Finnland, sodass man auch ausufernde Instrumentalparts in DREAM THEATER auf „Asian Chaos“ finden kann. Das alles natürlich bei schwindelerregendem Tempo. Da überrascht es auch überhaupt nicht, dass man sich für „The Rising Dragon“, das letztes Jahr bereits als Single veröffentlicht wurde, niemand geringeren als DRAGONFORCE Fronter Marc Hudson zum Mitträllern eingeladen hat, und da merkt man auch sofort, dass GYZE auch mit cleanen Vocals funktionieren würden.

Wer auf flotten Melodic Death und furiose Gitarrenarbeit steht, ist bei GYZE auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Die Folklore ist geschmackvoll und passend eingewoben und nervt zu keiner Sekunde, wodurch GYZE auch musikalisch trotz der unverkennbaren Vorbilder einen Exotenstatus genießen und auch Fans von ENSIFERUM ansprechen könnten.

www.facebook.com/gyzejp


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Far Eastern Lands
2. Asian Chaos
3. Eastern Spirits
4. King Kamuy
5. Dragon Calling
6. Camellia
7. Jpanese Elegy
8. The Rising Dragon
9. The White Territories
10. 1945 Hiroshima
11. Asian Chaos (Far Eastern Mix)
12. Kakumei (Bonus)
Gesamtspielzeit: 53:00

maxomer
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Beitrag vom 07.08.2019
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