SVARTALFAR - Wahre Werte
Label: Eigenproduktion
Ich gebs zu: Ich hab für dieses Review ca. 2 Wochen gebraucht, weil immer ungefähr bei der Hälfte der CD die Augenlider auf einmal so schwer wurden...
Nein, ernsthaft, weil ich möchte ja nicht übertreiben: Das vorliegende, gebrannte aber schön beschriftete Demo der Klagenfurter SVARTALFAR kann unter Umständen als besserer, da bei Überdosis (vermutlich) nicht tödlicher Ersatz für Schlaftabletten herhalten.
Muss aber nicht, denn obwohl "Wahre Werte" klingt, als wäre es unter Wasser aufgenommen - sowohl von der Produktion als auch vom Tempo her - hat diese CD durchaus ihre Anreize.
Das Cover, welches übrigens sehr stimmungsvoll und schön ist, es zeigt einen Wald und eine Art Ruine und ganz viel weiss, lässt, ebenso wie die sehr bösen Bandfotos auf der Rückseite des 4-seitigen Booklets, das unter anderem sämtliche Texte enthält, auf ganz doll argen Black Metal schließen. True Norwegian Black Metal from Austria sozusagen. Ganz so brutal isses dann doch nicht, vielmehr finden sich unter den 7 eigenen Songs viele an ihre scheinbaren Idole BURZUM erinnernden Riffs – nur etwas oder besser gesagt noch langweiliger als ihre inhaftierten Kollegen, von denen "Verlorene Weisheit" "...in Ehrfurcht übernommen..." wurde. Inwieweit das Original übertroffen oder verunstaltet wurde kann ich, da mir dieses nicht bekannt ist, nicht beurteilen.
Der Gesang ist ziemlich krächzend und schwarzmetalltypisch, leider mit der Zeit wie alles an SVARTALFAR leicht monoton, ohne jetzt die kompositorische Leistung zu sehr schmälern zu wollen, nur: Auch ein supitolles Riff verliert nach 2 Minuten an Ausdruckskraft und gewinnt an Langeweile, und das anständig, und wenn dieser Riffs dann nur 3 oder 4 sind und der Song trotzdem über die Distanz von 6 Minuten geschleppt wird...
BLACK SABBATH dürfen das, aber SVARTALFAR gestehe ich dieses Privileg nicht zu.
Schnarchtalfar. Was für Werte uns Prinz Valium und seine Freunde letztendlich hier vermitteln wollen ist mir auch nach eingängiger Lektüre der –übrigens deutschen- Texte, die vorrangig den Sieg der Höllenlegionen über alles und Blutdurst von Kreaturen im Schnee behandeln, nicht ganz klar, es dürfte aber ein Wink mit dem Balken in deinem Auge (oder so ähnlich) auf die alten, truen Black Metal-Heros wie eben BURZUM sein.
Fürs zweite Demo ganz okay, nächstes mal bitte nen Zehner mehr in die Produktion investieren und vielleicht auch mal das Tempo wechseln, dann wird auf eurem nächsten Gig gebangt und nicht geschunkelt!
Erhältlich ist das Ding jedenfalls unter svartalfar@gmx.at




4 von 7 Punkten
Schlächterschorsch
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Beitrag vom 24.05.2002
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