KORNELIUS FLOWERS - Persona Non Grata
Label: Sumorex
Als selbsternannter „Vintage Hedonist“ konnte der eigentliche Punker KORNELIUS FLOWERS mit seiner gleichnamigen Band und dem dazugehörigen Debüt durchaus überzeugen. Der abwechslungsreiche Mix aus Rock und Pop der Einflüsse aus mehreren Dekaden irgendwo zwischen dn 60ern und 90ern mitbringt geht demnach nun auch endlich in die zweite Runde mit „Persona Non Grata“.

Die erste Änderung im Projekt des Deutschen, ist schon mal, dass KORNELIUS FLOWERS nun kein Solo-Projekt, sondern eine richtige Band mit allem was dazu gehört, ist. Und auch wenn der Rock (n´Roll) Faktor etwas gewachsen ist und die Gesamthärte somit ebenfalls, hat sich am Grundsound nicht viel geändert. Etwas Stoner hier, ein bisschen Blues da, dann wieder etwas poppiger und alles mit saucoolem Drive, aber gerne auch mal hymnischer. Für Abwechslung ist auf jeden Fall auch gesorgt. Der Titeltrack schwankt sogleich zwischen lässigem Groove und treibendem Refrain mit eingängigen Melodien. „Somebody Save Me“ wirkt etwas entspannter, geht auch gut ins Ohr und wirkt, als würde Flowers hier eine richtige Geschichte erzählen wollen. Neben den angesprochenen Genres, kommt auch immer mal wieder etwas Southern Rock und eine Art Singer-Songwriter Feeling durch, was aber durch die Umstellung auf ein richtiges Bandgefüge weiter in den Hintergrund gerückt ist. Lyrisch gibt´s zudem einen Rundumschlag auf Gesellschaft, Weltpolitik, Musikindustrie und nicht zuletzt eben Zwischenmenschliches oder in Analogie zu Nietzsche „Allzuzwischenmenschliches“.

Das etwas düster ausgefallene „Do You Wanna Kill Me“ sticht schon beim ersten Durchgang mit seinem lässigen Vibe hervor, „Dancing With Me“ zeigt mit Süd-Staaten Flair und Akustik-Gitarre ein sehr positives Gesicht und „Hi Ho Ho Ho“ lädt trotz wieder viel ernsterem Tonfall sofort zum Mitsingen ein. Waschechten und authentischen Rock´n´Roll gibt es dann mit „There´s A Portrait Of Myself In The Attic“, während „When The Feeling´s Gone“ auch im Radio auf Dauerrotation laufen könnte und erklärt, warum Kornelius gerne als der deutsche TOM PETTY bezeichnet wird.

KORNELIUS FLOWERS hat sich offensichtlich richtig entschieden, als er weitere Musiker einband, denn die zwölf Kompositionen und sechs Cover-Songs von KRAFTWERK oder auch ELVIS PRESLEY, die mir aber leider nicht vorliegen, zeigen eine Steigerung zum sowieso schon starken Debüt und sprudeln noch so vor Spielfreude, saucooler Ausstrahlung und natürlich Abwechslung.

www.korneliusflowers.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Persona Non Grata
2. Somebody Save Me
3. Eat You Alive
4. Do You Wanna Kill Me
5. Dancing With Me
6. Nowhere Else To Go
7. Hi Ho Ho Ho
8. There´s A Portrait Of Myself In The Attic
9. I See Her Ghost Rise In The Dawn
10. Photogeena
11. Make It Big
12. When The Feeling´s Gone
Gesamtspielzeit: 40:20

maxomer
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Beitrag vom 14.01.2020
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