BIG SCENIC NOWHERE - Vision Beyond Horizon
Label: Heavy Psych
BIG SCENIC NOWHERE als Supergroup zu bezeichnen, wäre wohl nicht ganz adäquat, denn dieses Projekt hat nicht nur 3-4 bekannte Gesichter aus dem Stoner Rock, sondern vereint gleich eine ganz Horde an Musikern aus der musikalischen Wüste.

Im Kern des Projekts sitzen Gary Arce (YAWNING MAN) und Bob Balch (FU MANCHU), die hier für den Erstling „Vision Beyond Horizon“ keine Kosten und Mühen gescheut haben um (ehemalige) Mitglieder von MOS GENERATOR, KYUSS, FATSO JETSON, SPIRITUAL BEGGARS, THE WELL, THEM CROOKED VULTURES oder MONOLORD mit an Bord zu holen. Herausgekommen ist dabei ein straightes, aber verdammt abwechslungsreiches Stoner Rock Album, das eine Menge Spaß macht und irgendwie wie eine Art Genre-Best-Of wirkt. So mag „Vision Beyond Horizon“ nicht wie aus einem Guss erscheinen, gibt aber einen guten Überblick darüber wie vielseitig das Genre mittlerweile geworden ist. So startet man trocken, schleppend und eindringlich mit „The Glim“, übergibt an das furios-punkige „The Paranoid“, das in 90 Sekunden alles gesagt hat und schwenkt dann sogleich in hypnotische Gefilde mit „The I Was Gone“ ab. Saucoole und stets fuzzy Riffs, Sahara-Atmosphäre und ein lässiger Drive sind aber stets die Elemente, die diese so unterschiedlichen Songs zusammenhalten. „Mirror Image“ kommt dann doomiger daher und somit wenig überraschend mit Ozzy-artigen Vocals, aber auch diesen Fuzz-Riffs und leicht psychedelischer Schlagseite. Außerdem gibt es mal mehr, mal weniger sehr spannende Vintage-Sounds vom Keyboard, für die Per Wiberg aber auch Tony Reed selbst verantwortlich sind. Der Rest des Materials zeigt sich ähnlich abwechslungsreich, bewegt sich durchwegs in hoher Qualität, aber eher im Mid- bis SlowTempo, wobei vor allem das ruhige und verträumte „War Years“ mit seinen cleanen Gitarren nochmal stilistisch hervorsticht.

Auch wenn BIG SCENIC NOWHERE keine großen Hit-Kandidaten oder Neuerungen für das Genre bringen, ist „Vision Beyond Horizon“ ein rundum gelungenes Album, das eigentlich kaum Wünsche offen lässt, und vor allem ein verdammt vielseitiges Werk mit großartigen Musikern und Sängern geworden.

www.facebook.com/bigscenicnowhere


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Glim
2. The Paranoid
3. The I Was Gone
4. Mirror Image
5. Hidden Wall
6. Shadows From The Altar
7. En Las Sombras
8. Tragic Motion Lines
9. War Years
Gesamtspielzeit: 44:20

maxomer
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Beitrag vom 23.01.2020
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