SERENITY - The Last Knight
Label: Napalm Records
Auf SERENITY ist halt Verlass. In regelmäßigem Abstand von gut zwei Jahren gibt es von den Tirolern qualitativ hochwertigen und kurzweiligen Power Metal, und da macht auch das siebte Album in 13 Jahren keine Ausnahme und bietet wieder alles, was die Band ausmacht und Fans sich von den Jungs erwarten.

Trotz zahlreicher Besetzungswechsel schafft es Georg Neuhauser immer wieder zu überraschen. Nun hält er sein LineUp aber schon drei Alben lang zusammen, weshalb sich auch „The Last Knight“ mühelos in die starke Diskografie einordnet. Auch konzeptionell bleibt man sich ein drittes Mal treu und widmet das Album einer einzigen Persönlichkeit der Historie Europas. Dieses Mal trifft es mit Kaiser Maximilian I. sogar einen Österreicher, genauer gesagt einem Habsburger aus dem 15. Jahrhundert.

Dementsprechend bleibt man sich auch stilistisch treu. „Invictus“ klingt nach einem Intro, das auch an einen Epos wie Herr der Ringe inspiriert sein könnte, sofort motiviert und voller Pathos mitsamt starker Orchestrierung, furiosen Riffs und Soli sowie fettem Doublebass-Geballer, aber auch ausgeklügelter Melodie-Arbeit und Georgs einzigartigem Gesang überzeugt. Der legt sich generell wieder voll ins Zeug und liefert sowohl gefühlvolle als auch kraftvolle Stimmarbeit. Auch die Single „Set The World On Fire“ sprudelt noch so vor fröhlichem Feeling und eingängigen Melodien. Der Track ist dennoch etwas ruhiger und somit passend für die Single ausgewählt. Poppige Rhythmen gibt´s beim motivierenden „Keepers Of The Knights“ während „My Kingdom Comes“ als weiterer UpTempo-Kracher mit Shouts überrascht und alte KAMELOT-Einflüsse aufzeigt. Auch das dramatischer tönende „Queen Of Avalon“ geht gut ins Ohr und zeigt die Band eine Spur düsterer, lässt jedoch True Metal Chöre im Refrain aufkommen. Die obligatorische Ballade stellt „My Farewell“ dar, aber auch das einfühlsame und treibende „Souls And Sins“, das es zudem noch als Akustik-Version, in der es ein ganz anderes Feeling erzeugt, auf die Platte geschafft hat. Auch die restlichen Songs von „The Last Knight“ können mühelos mit dem hohen Niveau, das hier durchwegs geboten wird, mithalten. Außerdem kann man sich beim hochmelodischen Hitkandidaten „Call To Arms“ noch auf opulente Chöre und starke Orchestration freuen.

SERENITY gehen auf ihrem siebten Output keine Risiken ein und konzentrieren sich auf ihre Stärken, die nach wie vor irgendwo zwischen Power, Melodic und Symphonic Metal liegen, und bauen diese sogar noch etwas aus. So reiht sich „The Last Knight“ mühelos in die großartige Diskografie der Tiroler ein und erweitert das Live-Set um einige starke Hits und Hymnen, auf die wir uns freuen können.

www.serenity-band.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Last Knight
2. Invictus
3. Set The World On Fire
4. Keeper Of The Knights
5. Souls And Sins
6. My Kingdom Comes
7. Queen Of Avalon
8. My Farewell
9. Down To Hell
10. Wings Of Pride
11. Call To Arms
12. Souls And Sins (Acoustic)
Gesamtspielzeit: 47:17

maxomer
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Beitrag vom 31.01.2020
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