EWIGKEIT - Land Of Fog 20/20 Revision
Label: Death To Music Prod
Wenn man sich den Werdegang des englischen Musikers James Fogarty durchliest, dann bemerkt man deutlich, dass er ein stetig Suchender ist. Begonnen vor fast einem Vierteljahrhundert unter dem Bandnamen EWIGKEIT, hat die Reise mit Pagan Death/Black Metal begonnen, dann führte der Weg über Symphonic, Psychedelic in die Schublade Experimental/Black Metal durchgeht. Hören wir einmal rein, was darunter zu verstehen ist.

Am Beginn stehen sphärische Klänge mit ein paar gesprochenen Worten, die bald von druckvollen Black Metal Tönen ergänzt werden. Dazu gibt es wechselvollen Gesang aus tiefem Growling und höheren cleanen Vocals, und durch orgelähnliche Backgroundsounds entsteht ein extrem düsteres Feeling. Dieses Feeling bleibt auch in weiterer Folge erhalten, und die unglaublich wandlungsfähige Stimme von James Fogarty verschafft aufwühlende, bedrohliche und dann wieder besänftigende Momente. Das Keyboard ist ein fixer Bestandteil bei allen Tracks, dient jedoch meist der Umrahmung. Bei „Interlude“ ist es anders, da werden dem Instrument jede Menge schrille Töne entlockt, wodurch die Vorliebe des Musikers zum Synth-Pop zum Vorschein kommt. Dies ist jedoch die Ausnahme, denn normalerweise geht es deutlich härter zur Sache, aber in keinem der Tracks wird auf die melodischen Momente vergessen, was die Sache doch recht fesselnd macht. Manchmal wird es auch ein wenig mystisch, wie etwa bei „Yesterday´s Rain“, einem langsameren, dafür umso intensiveren Song. Vom Tempo her noch einen Zacken zurückgeschaltet wird bei „The Doomsday Machine“, das mit vielen Symphonic-Elementen aber auch diversen Synth-Sounds gespickt ist. Ähnlich verhält es sich mit dem abschließenden „Escapologies“, wodurch das Ende deutlich sanfter geraten ist, als der Beginn.

Das Besondere an dieser Platte ist die variantenreiche Stimme von James Fogarty, die alle möglichen Gefühlslagen mitreißend transportiert. Vieles könnte in die Kategorie Dark Rock eingereiht werden, oft geht es jedoch deutlich druckvoller zur Sache. Ein paar Black Metal Elemente sorgen für härtere Momente, und als Gegenpol werden dem Keyboard sanfte Töne entlockt. Es gibt – abgesehen von dem eigenwilligen Synth-Stück in der Mitte – nichts auszusetzen, und wer düstere Musik mag, der ist bei dieser Platte von EWIGKEIT an der richtigen Adresse.

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6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Land Of Fog
2. Supersonic Blue Thunder
3. Not All There
4. The Only Way
5. Interlude
6. Tired Face
7. Yesterday’s Rain
8. The Doomsday Machine
9. Escapologies
Gesamtspielzeit:

Metalmama
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Beitrag vom 14.03.2020
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