ALMANAC - Rush Of Death
Label: Nuclear Blast
Zurück zum Start; kennen wird man den Weißrussen Victor Smolski wohl von seiner Zeit bei den deutschen Power Metallern RAGE und dessen Truppe ALMANAC. Nach fünf Jahren und zwei Alben tauschte der Gitarrist und nun auch Keyboarder seine komplette Mannschaft, abgesehen von Sängerin Jeanette Marchewka (Ex-LINGUA MORTIS ORECHSTRA), aus und widmet sich thematisch statt Königen und Kaisern nun dem Rennsport, aber dazu später mehr.

Musikalisch hat sich aber nicht viel geändert. Nach wie vor gibt es Power Metal mit eingängigen Refrains, knackigen Riffs und einprägsamen Melodien, die durch Gitarrenakrobatik und progressive Arrangements aufgepeppt werden. Manchmal verkompliziert Victor mit seiner Virtuosität den einen oder anderen Track, im Großen und Ganzen bleiben die Tracks aber doch kompakt. Außerdem setzt man nach wie vor auf ein Dreiergespann als Sänger. Neben Jeanette startete man ja mit zwei recht prominenten Sängern in Form von Andy B. Frank (BRAINSTORM) und David Readman (PINK CREAM69), die mit ihren komplett unterschiedlichen Stimmen auftrumpfen konnten. Nun sind Ex-GUN BARREL Fronter Patrick Sühl und Frank Beck (GAMMA RAY, MASTERS OF DISGUISE) am Start. Und auch, wenn mir die Vorgänger irgendwie fehlen, machen die beiden Herren eine sehr gute Figur und sollten sich bald in die Herzen der Fans gesungen haben.

„Rush Of Death“ widmet sich, wie eingangs erwähnt, einem weiteren Hobby von Smolski, dem Rennsport, denn der Weißrusse sieht da nicht nur gerne zu, sondern ist selber Motorsportler und vergleicht hier diesen nicht ungefährlichen Sport mit blutigen Gladiatoren-Kämpfen, aus denen nicht jeder lebend gegangen ist. Musikalisch kann das ganze dadurch immer mal wieder rasant, aber auch dramatisch und emotional werden. Ähnlich wie schon bei RAGE gibt es daher immer wieder eine Kombi aus aggressivem Riff-Power Metal und bombastischen Elementen wie Orchestration und Chören. Und um für Atmosphäre zu sorgen, nimmt man auch gerne mal das Tempo raus.

So ist alles neu bei ALMANAC, aber irgendwie doch wieder alles beim Alten. Die neuen Fronter machen eine gute Figur und sollten auch mühelos die Songs der beiden Vorgänger präsentieren können und das Songmaterial bietet alles, was man von Smolski kennt und mag, von flotten Bangern über progressive Ausflüge bis hin zu echten Hymnen ist alles dabei. Wem das noch nicht reicht, der bekommt im Digipack noch eine Live-DVD mit allerlei RAGE Klassikern serviert.

www.almanac.band


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Predator
2. Rush Of Death
3. Let The Show Begin
4. Soiled Existence
5. Bought And Sold
6. The Human Essence
7. Satisfied
8. Bling Of An Eye
9. Can´t Hold Me Back
10. Like A Machine
Gesamtspielzeit: 47:04

maxomer
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Beitrag vom 19.03.2020
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