ASKVÄDER - AskvÄder
Label: The Sign Records
Vor dem ersten Reinhören, ließ ich mich vom Bandnamen und auch etwas vom Cover in die Irre führen. Der Name ASKVÄDER, der im Deutschen nichts anderes als Gewitter bedeutet, brachte mich auf den Gedanken, dass es sich hier um Viking Metal oder Pagan Metal handelt. Nach den ersten Takten wurde mir schnell klar, dass ich hier auf eine komplett falsche Fährte gelockt wurde. Denn die Band aus Göteborg liefern hier Rock ab, der ohne viel Schnörkel auskommt. Daran mag es auch liegen, dass ich dieser Band nicht viel Zukunft vorhersage. Die Songs mögen zwar unterhalten, wie zum Beispiel der Opener „Thunderstorm“ oder das eher popig angehauchte „Cutting Corners“, aber es fehlt den Songs an Potential hängen zu bleiben und auf Dauer zu überzeugen. Auch Abstecher in den Punk Rock wie „Bit My Lip“, ein Song der auch locker von THE HELLACOPTERS oder GLUECIFER stammen könnte, lässt kurz aufhorchen, bevor er dann wieder mit allen anderen Songs in den Gehörgängen verschwindet.

Das Album wurde von keinem Geringeren als Robert Perhsson (ROBERT PERHSSONS HUMBUCKER) in seinen Humbucker Studios abgemischt und dieser lieferte auch gleich das Gitarrensolo zu der waschechten Bluesnummer „Give In“ ab. Man erkennt irgendwie, dass hier eigentlich aus allen Bereichen, die sich um den Rock drehen, etwas geboten wird, aber irgendwie ohne roten Faden. Kommt mir eher so vor, als ob man schnell eine Platte produzieren wollte und man das nahm was gerade da war. Aus jedem Dorf ein Hund, sozusagen. Und mit nicht einmal 36 Minuten Spielzeit, dürfte die Auswahl auch hier nicht allzu groß gewesen sein.

Der Info Sheet des Labels spiegelt hier auch irgendwie die Vielfalt oder Verwirrtheit, die diese Band in mir auslöst. Hier wird die Band als Trio ausgewiesen. Schaut man aber auf die Facebook Seite, dann steht hier in der Info, dass es vier Bandmitglieder gibt. Ja, jetzt nicht wirklich verwunderlich, dass man noch einen Mann ins Boot mit aufnimmt. Aber wenn zwei Gründungsmitglieder ausgetauscht wurden und mit keinem einzigen Wort dieser doch einschneidende Wechsel vom Label erwähnt wird, ist das schon eine schräge Sache.

Wie schon gesagt, tut das ganze nichts zur Sache, dass zwar das Album im Grunde nicht schlecht ist, aber man hat alles schon zig mal besser gehört und vor allem wenigstens ein Song fehlt, der das Zeug zum Hit hat, oder zumindestens länger als die Spielzeit in Erinnerung bleibt!

askvader.com


4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Thunderstorm
2. Cutting Corners
3. God’s Grace
4. Nothing To Lose
5. Give In
6. Bit My Lip
7. Devil’s Feast
8. Elysium
9. Defeat
10. The Miser
Gesamtspielzeit: 35:56

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Beitrag vom 08.05.2020
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