KHORA - Timaeus
Label: Soulseller Records
Ein ukrainischer Musiker namens Oleg startete vor ca. acht Jahren das Black Metal Projekt KHÔRA. Nach und nach kamen Bandmitglieder aus verschiedenen Ländern dazu, und nun gibt es nach einer Demo von 2016 das erste Album mit dem Titel „Timaeus“.

Der erste Track heißt „Aether“ und besteht aus sphärischen Klängen mit hymnischem Gesang, also durchaus beruhigend, jedoch nicht betäubend wie das gleichnamige Narkosemittel. Aus diesem Feeling wird man mit „Noceo“ abrupt herausgerissen, denn zu druckvollen Black Metal Klängen ertönen brutale, tiefe Growls. Sozusagen wird man auf den Boden der Realität zurück geholt. Beim nachfolgenden „L’Annihilateur“ geht man vielerlei Wege – melodische und knallharte Parts wechseln sich ab, werden teilweise etwas chaotisch, und auch von den Vocals her wird zwischen clean und harsh abgewechselt. Also keine leichte Kost. Dieser Weg wird auch in den weiteren Tracks verfolgt, allerdings nicht immer mit so vielen extremen Rhythmuswechseln. Allerdings finden sich mit Tracks wie „Roe Too Noo (Flow Of The Mind)” noch einige herausfordernde Titel auf dieser Platte. Wenn man das alles überstanden hat, bekommt man zum Abschluss noch einen vergleichsweise angenehmen, melodischen Track namens „Void“ mit hymnischen Vocals zu hören, wo man sich – so wie am Beginn – von der soften Seite präsentiert.

Nur Liebhaber der Extreme werden an dieser Platte viel Freude haben – mir persönlich sind die vielen Ecken und Kanten eindeutig zu heftig. KHÔRA verbinden auf „Timaeus“ extrem harte mit angenehm melodischen Elementen, allerding in einer teilweise chaotisch wirkenden Zusammenstellung, die gelegentlich für die Ohren an die Schmerzgrenze gehen. Ich denke, es gibt Fans für diese Art Black Metal, und wer gerne von einem Extrem ins andere geworfen wird, der soll ruhig einmal hineinhören.

www.facebook.com/KHORA.Official


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Aether
2. Noceo
3. L’annihilateur
4. Harvesting Stars
5. De Vetus Ad Novum
6. Roe Too Noo (Flow Of The Mind)
7. Sempiternal
8. Existence
9. The Purge
10. The Occultation Of Time
11. Void
Gesamtspielzeit: 40:28

Metalmama
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Beitrag vom 11.05.2020
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