SLINGSHOT - Pieces In Relation
Label: Electric Fire
Die Wiener Truppe SLINGSHOT existiert - besser gesagt existierte zwölf Jahre in wechselnder Besetzung und frönte in dieser Zeit der Liebe zum Rock der 70er und 90er Jahre. Nun soll die EP „Pieces In Relation“ die Karriere der Truppe zu einem Ende führen, ehe sich die einzelnen Musiker anderen Projekten und Genres widmen wollen.

Die 90er manifestieren sich sogleich als Grunge-Elemente, während die 70er eher durch Classic- bis Stoner Rock Vibes mit sehr reduziertem Gitarrensound zum Tragen kommen. Reduziert ist dabei aber absolut positiv gemeint, denn hier ist definitiv weniger mehr. Dementsprechend gibt es auch fuzzige Riffs, Vintage-Rock Attitüde, die etwas an KADAVAR erinnert und natürlich den dazu passenden Gesang, der auch nur so vor Retro-Charme trieft. „Quicksand“ verströmt sogleich Wüsten-Atmosphäre und werfen neben typischen Stoner-Vertretern auch noch BLUES PILLS in den Ring, „Scratched Record“ geht die Sache etwas düsterer und psychedelischer an und hat dank Sprechgesang noch eine ganz eigene Atmosphäre. Treibenden und saucoolen Groove gibt es bei „Pink Ferrari“, während es „Flesh & Bones“ um eine Ecke gemütlicher aber nicht minder lässig angeht. Das war es dann auch schon mit dem regulären Material, aber mit den Live-Tracks „Master Of Disaster“, der wieder mehr Grunge mitbringt und dem abwechslungsreichen und dynamischen „Silverdragon“ rundet man die Scheibe noch wunderbar ab. Das interessante dabei; die Live-Songs klingen soundtechnisch nicht viel anders wie das Studio-Material, weshalb man davon ausgehen kann, dass die Jungs zum einen live vermutlich extrem eingespielt sind und zum anderen, dass die Studio-Nummern auch ziemlich Old-School oder sogar live im Studio eingespielt wurden.

Schade um SLINGSHOT, denn die Jungs brauchen sich vor den Großen des Genres nicht verstecken und haben einen herrlich eigenständigen und erfrischenden Sound. Aber wer weiß, vielleicht haben die Jungs ja irgendwann doch mal wieder Lust. Sag niemals nie.

slingshotband.at

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Tracklist:
1. Quicksand
2. Scratched Record
3. Pink Ferrari
4. Flesh & Bones
5. Master Of Disaster (live)
6. Silverdragon (live)
Gesamtspielzeit: 28:13

maxomer
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Beitrag vom 12.05.2020
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