SHRAPNEL - Palace For The Insane
Label: Candlelight Records
Mit „Palace For The Insane” bringen die Thrash Metaler SHRAPNEL bereits ihr drittes Album auf den Markt. Neben musikalischen Einflüssen wie CARCASS, DEMOLITION HAMMER, SODOM und KREATOR gibt es auf dem neuen Album jedoch mehr melodische Parts zu hören. Dies mag auch am neuen Sänger und Bassisten Aarran Tucker liegen, der durch seine unglaubliche Stimmvarianz mehr musikalische Experimente ermöglichte.

Langsam steigert sich der Sound beim Opener „Might Of Cygnus“ mit ein paar verträumten Klängen und melancholischen Gitarrenriffs, die jedoch schon bald in schnelle thrashige Rhythmen weiterschwingen. Hier wird man gleich mit den unterschiedlichen Vocals konfrontiert, die zwischen bestialisch, aggressiver Stimmung und weitgehend cleanem Gesang abwechseln, sowie auch die Musik dazu zwischen extremen Blast Beats und heftigen Rythmen und melodischen Parts switched, ohne dabei die Komposition des Ganzen aus den Augen zu verlieren.

Mit einem mitreißenden Beat startet mit „Salt The Earth“ ein Track, der sich eher in der old school Ecke befindet. Schwungvoll geht es auch mit dem Track „Vultures Circle“ weiter. Deutlich zorniger und wilder wird es beim Song „Cannibal“, der zwischen schnellen und langsamen, wuchtigen Parts abwechselt. Zwischendurch gibt es ein paar schrille Melodien von Lead Gitarrist Nathan Sadd, die mit knackigen Riffs von Gitarrist Chris Martin ergänzt werden.

Mit einem langsamen Break startet „Begin Again“, bevor ein paar heftigere Beats zu hören sind, die jedoch in Abwechslung mit melodischen Parts stehen. Im Gegensatz dazu gehen die beiden nachfolgenden Tracks „Bury Me Alive“ und „Turn Off The Lights“ wieder in die thrashigere Richtung. So auch der Song „Infernal Choir” der mit einem Shout startet und von den schnellen Drums von Chris Williams unnachgiebig vorangetrieben wird. Im Anschluss wird bei „The Mace“ noch einmal die Bestie von der Leine gelassen.

Der Track „Violent Now“ fällt dagegen wieder in die Melodic Thrash Metal Richtung und punktet durch einprägsame Punchlines. Der folgende Song „Future Sight” legt noch einmal nach und kombiniert Nu Metal Klänge und flüsternde Gesangspassagen mit einem bombastischen Sound. Zu guter Letzt wirbeln einem beim Titeltrack „Palace For The Insane“ noch einmal schnelle Riffings, Blast Beats und wütende Screams um die Ohren.

Abschließend kann man sagen, dass wahnsinniges Gitarrenriffings, pochende Rhythmen und bestialische Vocals in extrem aggressiven Sound zusammengefügt und durch dynamische Rhythmen ergänzt werden. Die thrashig melodische Kombination ist eigentlich ganz gut, bei den cleanen Gesangparts könnte man sich doch etwas zurückhalten, da es oft sehr hölzern klingt. Ansonsten lohnt sich das neue Album „Palace For The Insane” definitiv für eine Hörprobe.

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6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Might Of Cygnus
2. Salt The Earth
3. Vultures Circle
4. Cannibal
5. Begin Again
6. Bury Me Alive
7. Turn Off The Lights
8. Infernal Choir
9. The Mace
10. Violent Now, Forever
11. Future Sight
12. Palace For The Insane
Gesamtspielzeit: 53:24

Veronica de Groot
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Beitrag vom 15.05.2020
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