KATATONIA - City Burials
Label: Peaceville Records
KATATONIA braucht man wohl keinem Metal-Fan mehr vorzustellen, schließlich sind die Schweden bereits seit 1991 aktiv. Über die Jahre hinweg hat sich der Stil der Band doch sehr verändert, und standen am Beginn noch teilweise die härteren Klänge auf dem Programm, so entwickelte man sich mehr in Richtung ausdrucksstarke Melodien. Kürzlich erschien die neue Platte „City Burials“ und man darf gespannt sein, wohin die Reise geht.

Man beginnt mit relativ sanften Tönen und die bleiben in weiterer Folge auch bestehen, auch wenn sich so manches experimentelle Riff einschleicht. Dazu gesellt sich der angenehme cleane Gesang von Jonas Renkse, der sich aber gelegentlich an die progressiven Wendungen anpasst, wie etwa bei „Behind The Blood“. Viel von einer Ballade hat „Lacquer“ an sich, bei dem vollkommen auf kantige Übergänge verzichtet, wodurch ein sehr wohliges Feeling entsteht. Diese experimentellen Wechsel in den Tonfolgen gibt es in sehr vielen Tracks, aber zum Glück in nicht sehr ausgeprägter Form, wodurch sich doch ein weitestgehend ungetrübtes Hörvergnügen ergibt. Ein sehr schönes, softes Duett findet man bei „Vanishers“, wo sich Jonas stimmliche Unterstützung bei der ebenfalls aus Schweden stammenden Anni Bernhard holt, die hinter dem Musik-Projekt FULL OF KEYS steckt. Bei den weiteren Tracks wechseln sich Hochmelodisches und Druckvolles ab, und auch von den Vocals her geht es von einschmeichelnd bis ausdrucksstark.

Ich denke, die eingeschworenen KATATONIA-Fans werden auch „City Burials“ gerne ihrer Sammlung einverleiben, auch wenn es vielleicht etwas softer als so manche Vorgängeralben ist. Manchmal wird innerhalb der Songs etwas mit Tönen experimentiert, aber niemals in einem Ausmaß, dass es unerträglich wäre. Ansonsten merkt man besonders beim Gitarrenspiel, dass hier wahre Könner am Werk sind. Deshalb kann man diese Platte den Fans von qualitätsvollen Klängen in eher langsamer Machart durchaus empfehlen.

www.facebook.com/katatonia


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Heart Set To Divide
2. Behind The Blood
3. Lacquer
4. Rein
5. The Winter Of Our Passing
6. Vanishers
7. City Glaciers
8. Flicker
9. Lachesis
10. Neon Epitaph
11. Untrodden
Gesamtspielzeit: 48:33

Metalmama
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Beitrag vom 21.05.2020
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