FALCONER - From A Dying Ember
Label: Metal Blade
Da melden sich FALCONER nach sechs Jahren Studio-Pause endlich mit „From A Dying Ember“ zurück, nur um uns dann gleich zu sagen, dass das nun das letzte Album sei. Nach etwas mehr als 20 Jahren und neun Alben, will man das Kapitel der Folk/Power Metaller nun (vorerst?) beenden.

Doch, kann das finale Album der Schweden nun überzeugen? Auf jeden Fall! „From A Dying Ember“ braucht definitiv seine Zeit, sich zu entfalten und konnte mich zunächst nur bedingt überzeugen. Alle Trademarks der Band sind da, das Songwriting stark, die Melodien eingängig und Mathias Blad stimmlich in bester Form. Etwas Neues oder Überraschungen liefern FALCONER auch keine, doch nach jedem Hören, wuchs mir das Album, das enorme Erwartungen zu erfüllen hat, mehr ans Herz und offenbarte seine Qualitäten. Egal, ob der Doubelbass-Stampfer „Kings And Queens“ mit seinen eindringlichen Melodien, das fröhliche „Desert Dreams“ mit seinen speedigen Attacken oder das gefühlvolle und mittelalterliche „Redeem And Repent“, hier stimmt fast alles. Die Tracks bohren sich mit jedem Durchlauf mehr in die Gehörgänge, laden zum Mitträllern ein und haben ein so einzigartiges Flair, wie es nur FALCONER vermögen. Der Mix aus Mittelalter, Folk und Power Metal mit diesen wunderschönen Vocallines, nimmt einen einfach immer mehr gefangen.

Mit „Bland Sump Och Dy“ geht man mit schwedischen Vocals und balladesk bis melancholischer Atmosphäre noch einen Schritt weiter in Richtung Folk. Aber FALCONER können auch anders, so sind astreiner Power Metal oder auch Blast Beats eigentlich schon länger keine Überraschung mehr, werden aber dezent und effizient immer wieder eingewoben. Ein weiteres Highlight ist so das intensive und mit heftigen Riffs ausgestatte „Fool´s Crusade“, aber auch die flotte Hymne „Testify“ und das unverschämt eindringliche „In Regal Attire“ sollte eigentlich ein grandiose (Live)Hit sein. Hoffentlich bekommen wir das auch noch irgendwann zu hören! Im Gegenzug dazu ist die Piano-Ballade „Rejoice The Adorned“ verdammt gefühlvoll ausgefallen und ein Garant für Gänsehaut. Und zum Finale hin wird es mit dem Stampfer und längsten Track „Rapture“ noch tiefgründiger.

Mit „From A Dying Ember“ haben sich FALCONER noch ein (hoffentlich doch nicht) letztes Denkmal gesetzt und bündeln all ihre Stärken zu einem abwechslungsreichen, reifen und über aus süchtig machenden Album. So kann man wirklich nur hoffen, dass die Truppe rund um Goldkehle Mathias Blad und Mastermind Stefan Weinherall irgendwann nochmal zusammenfinden.

www.facebook.com/falconermetal


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Kings And Queens
2. Desert Dreams
3. Redeem And Repent
4. Bland Sump Och Dy
5. Fool´s Crusade
6. Garnets And A Gilded Rose
7. In Regal Attire
8. Rejoice The Adorned
9. Testify
10. Thrust The Dagger Deep
11. Rapture
Gesamtspielzeit: 46:22

maxomer
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Beitrag vom 08.07.2020
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