PRIMAL FEAR - Metal Commando
Label: Nuclear Blast
Unermüdlich arbeitet Mat Sinner in zahlreichen Projekten und Bands mit. Da ihm Corona ja die Rock Meets Classic Tour frühzeitig beendete, hatte der deutsche Bassist und Songschreiber nun Zeit, seinem nächsten PRIMAL FEAR-Album den letzten Schliff zu geben. Im Schnitt alle zwei Jahre gibt es ja sowieso was Neues von der Truppe und auch mit „Metal Commando“ gibt es wieder astreinen Heavy/Power Metal von den Deutschen zu hören.

Man könnte sagen, dass PRIMAL FEAR schon seit längerer Zeit auf Nummer sicher gehen und ihre Formel einfach nur weiter verfeinern. Und das trifft auch auf das nun schon 13te Album der Herren, die seit einiger Zeit mit gleich drei Gitarristen unterwegs sind, zu. Hier gibt es alles, was man von der Truppe kennt und mag. Von straighten Heavy Metal Stampfern wie „Raise Your Fist“ und melodischen Hymnen wie „I Am Alive“, „Howl Of The Banshee“ oder „Along Came The Devil“, die nach wie vor JUDAS PRIEST atmen, über flotte Power Metal Mitsing-Banger der Marke „Halo“ und „My Name Is Fear“ bis hin zu epischen Nummern wie der finale Longtrack „Infinity“, ist eigentlich auch alles dabei, was die Truppe ausmacht. Dazu kommt die obligatorische Ballade „I Will Be Gone“, bei der sich Frontsirene Ralf Scheepers reichlich Mühe gibt. Etwas weniger traditionell mögen der ruhige und düstere Rocker „Hear Me Calling“ oder der erwähnte 13-Minüter „Infinity“, bei dem man auch cleane Gitarren, ruhige Momente und einige Spielereien im Kontrast zu heavy Riffs und dem Sing-along Refrain auffährt.

Generell setzt das Album ebenso wie die Stimme des Sängers auf Abwechslung, aber halt nicht auf Überraschungen oder Innovationen. Das kann man jetzt als Kritik sehen oder auch nicht. Fakt ist, dass die Herren in allen Belangen auf höchstem Niveau agieren und schon lange keinem mehr etwas beweisen müssen. Das Gitarren-Gespann bestehend aus dem Schweden Magnus Karlsson, der ja auch in zahlreichen anderen Truppen mitmischt, Alex Beyrodt und Heimkehrer Tom Naumann lässt auch nichts anbrennen und so ballern sich die Herren gegenseitig starke Riffs, starke Melodien und flotte Soli um die Ohren, während Neuzugang Michael Ehré (GAMMA RAY, THE UNITY) für mächtig Wucht sorgt.

So bleiben sich PRIMAL FEAR weiterhin treu und liefern ein rundum gelungenes Album mit ein paar starken Hits und Hymnen, das Fans absolut gefallen sollte, zumal man sich vom Vorgänger „Apocalypse“ wieder eine Spur steigern konnte. An die etwas mutigeren Referenzwerke „Devil´s Ground“, „Seven Seals“ und „New Relegion“ vermag man aber wieder nicht ganz ran zu kommen.

www.primalfear.de


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. I Am Alive
2. Along Came The Devil
3. Halo
4. Hear Me Calling
5. The Lost & The Forgotten
6. My Name Is Fear
7. I Will Be Gone
8. Raise Your Fists
9. Howl Of The Banshee
10. Afterlife
11. Infinity
Gesamtspielzeit: 56:58

maxomer
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Beitrag vom 17.07.2020
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