OSYRON - Foundations
Label: SAOL
Auch wenn ich die Kanadier OSYRON bisher noch nicht kannte und der Titel „Foundations“ auf ein Debüt hinweisen könnte, gibt es die Progressive Metaller bereits seit 2012 bzw. sogar seit 2004 unter dem Namen MORBID THEORY und bieten nach den beiden Full-Length Alben „Harbinger (2013) und „Kingsbane“ (2017), die beide von der Presse gefeiert wurden, mit dem neuesten Release nun eine Übergangs EP.

Und die Vorschusslorbeeren haben sich die Musiker aus Calgary auf jeden Fall verdient. Die fünf regulären Tracks sind ein gekonnter und technisch hochwertiger Mix aus Prog, Heavy und True Metal mit ein paar kurzen aggressiven Einschüben, die durchaus für Aufsehen sorgen. Was das Talent und die Inszenierung betrifft können die Kanadier definitiv mit der Elite des Genres mithalten. Mitreißende Kompositionen, die trotz der Komplexität gut ins Ohr gehen, zahlreiche Details und Idee, sowie ein talentierter Sänger, der mit Herzblut dabei ist, sind das Grundgerüst. Dazu gibt es ein ausgefeiltes Riffing mit zahlreichen Kniffen, eine Prise dezenten symphonischen Bombast und eben die erwähnten Ausflüge in den Extrem Metal. Außerdem bringen OSYRON überraschendes Mittelalterflair mit und so könnte das wunderschöne und mit etwas Pathos geschwängerte „Battle Of The Thames“ auch von den Celtic Metallern SUIDAKRA stammen. Dagegen erinnert das stampfende True-Prog Monster „The Cross“ etwas an alte KAMELOT, als noch Roy Khan dabei war. Auch „Ignite“ geht in eine ähnliche Richtung, hat aber einen leicht orientalischen Flair, wohingegen „The Ones Below“ mit Rock-Attitüde und dazu passenden Keyboards auflockert, aber nicht minder stark ausgefallen ist, der Titeltrack dann aber mit fast neun Minuten wieder den Prog aufleben lässt und mit dramatischen Keys, emotionalen Vocals und heftigen Riffs einige Geschütze auffährt. Dazu gibt es immer wieder ruhige, bedächtige Momente, aus denen man aber auch mal mit ganz kurzen, aber fetten Blastbeats und Screams herausgerissen wird, ehe es wieder emotionsgeladen wird und die EP ruhig ausklingt. Wobei nicht ganz, denn mit eier Metal Version von „O Canada“, der Nationalhymne, es noch einen interessanten Bonus oben drauf gibt.

Mit „Foundations“ konnten mich die Kanadier OSYRON absolut überraschen und dementsprechend überzeugen. Wenn die Jungs ein Album auf diesem Niveau bald nachschieben und auf Welttournee gehen, können sich die Genre-Riese aber bald warm anziehen. Absolute Empfehlung für Prog-Fans mit Hang zum Power und True Metal, zumal die Truppe auf jeden Fall schon ihren ganz eigenen Sound gefunden hat.

www.osyron.com

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Tracklist:
1. The Cross
2. Ignite
3. Battle of The Thames
4. The Ones Below
5. Foundations
6. O Canada (Bonus)
Gesamtspielzeit: 30:07

maxomer
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Beitrag vom 26.07.2020
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