AIRFORCE - Strike Hard
Label: Pitch Black (Zyx)
In der Blütezeit des New Wave Of British Heavy Metals schossen die Bands nur so aus dem Boden und fast alle setzten mit ihrer Weise einen weiteren Meilenstein in dieser Ära. Trotzdem gab es dann eine Gabelung im Weg und gewisse Bands sind bis heute Legenden geblieben und füllen noch immer Stadien und erfreuen sich äußerster Beliebtheit. Die anderen sind nach einiger Zeit wieder in der Versenkung verschwunden und blieben nur bei wenigen Fans im Gedächtnis haften, die auch ab und an die alten Vinyls dieser Bands hervorkramen und an sie erinnern. Der eine oder andere hat dann auch noch Festivals veranstaltet wo er die alten Haudegen wieder zusammengetrommelt hat, die ihr Können dann auch meistens locker unter Beweis stellten. Im Zuge dieser Reunionswelle in den letzten Jahren, hat es auch AIRFORCE geschafft, wieder auf sich aufmerksam zu machen.

Die Band wurde 1986 von Tony Hatton, Chop Pitman und dem Schlagzeuger Doug Sampson. Doug mögen die einen oder anderen noch als ersten IRON MAIDEN Drummer im Kopf haben, er war auch auf den legendären „Soundhouse Tapes“ zu hören. Alle drei sind natürlich auch mit von der Partie bei ihrem zweiten Output nach ihrem Erstlingswerk „Judgement Day“ aus dem Jahre 2016. Ja, richtig gelesen, obwohl schon aus den 80ern hat es ein wenig gedauert bis AIRFORCE ihr Debüt-Album veröffentlicht haben. Als gesangliche Unterstützung haben sich die drei dieses Mal den Portugiesen Flavo Lino ans Mikro geholt. Das Portugal nicht nur eine riesige MAIDEN-Fangemeinde besitzt, sondern auch eine Menge Stimmen, die derer Herrn Dickinson gleich kommen auf den Markt werfen, ist mittlerweile auch bekannt. Und Flavios Gesang passt sich dem Stil von AIRFORCE, der natürlich nur wenige Unterschiede zur eisernen Jungfrau aufweist, perfekt an. Hier harmoniert wirklich alles - vom Riffgewitter an, über eingängige Refrains, bis hin zu den wirklich hörenswerten Gitarrensolis. Hört einfach mal in „I Feel Your Pain“ rein. Auch bei „Don’t Look In Her Eyes“ ist die Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen. Ist aber auch kein Wunder, da hier Flavio von Paul DiAnno gesangliche Unterstützung erhält.

Schon nach der Air Raid Siren (möglicherweise eine Anspielung?) fühlt man sich nach den ersten Takten und den ersten gesungenen Worten von „Fight“ heimisch. Gut gemachtes Abkupfern, kann sehr wohl gute Stimmung bringen. Und AIRFORCE wollen auf ihre alten Tage ja das Rad nicht neu erfinden, sondern einfach Spaß haben an dem was sie machen. Und das klingt halt einfach nach IRON MAIDEN und sie machen es fast perfekt und sie bringen dem Hörer Spaß!! Alles richtig gemacht, weiter so!

Anspieltipps: „Fight“, „The Reaper“, I Feel Your Pain”, “Band Of Brothers”
PS: Die Coverversion von “Faith Healer” die als Bonustrack auf der CD ist, hätte man sich sparen können. Das hat man schon so oft und viel besser gehört. Da wäre eventuell ein MAIDEN-Cover interessanter gewesen. Zum Beispiel einer der dritten Songs von den „Soundhouse Tapes“.

www.airforceuk.co.uk


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Fight
2. Die For You
3. Son Of The Damned
4. The Reaper
5. Finest Hour
6. Don’t Look In Her Eyes
7. I Feel Your Pain
8. War Games
9. Band Of Brothers
10. The War Inside
11. Faith Healer (CD Bonus)
Gesamtspielzeit: 55:14

MadMax
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Beitrag vom 20.09.2020
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