SKALD - Vikings Memories
Label: Universal Music | Decca
Vor zwei Jahren wurde SKÁLD aus der Taufe gehoben, repräsentiert durch die französischen Musiker Justine Galmiche und Pierrick Valence, und bereits mit dem Debüt-Album „Vikings Chant“ konnte das Duo die Nordic Folk-Fans überzeugen. Darauf wurden Lyrics in altnordischen Sprachen verwendet, um den urtümlichen Charakter besser zu vermitteln. Dieser Tage erscheint mit „Vikings Memories“ Album #2, mit dem die Hörer erneut in die Welt der Wikinger eintauchen können.

Am Beginn steht dezente urtümliche Musik, dazu lässt Justine Galmiche ihre glockenhelle Stimme ertönen, und als Gegenpol dazu gibt es tiefen, gutturalen Gesang von Pierrick Valence. „Fimbulvetr“ hat eine sehr ruhige Ausstrahlung, und ist quasi der Wegbereiter auf das, was man weiterhin zu hören bekommt. Der zweite Song ist etwas flotter, jedoch auch sehr ausdrucksstark, und bei „Grótti“ geht es noch einmal deutlich druckvoller zur Sache, denn hier dominiert der kraftvolle Gesang von Pierrick. Dadurch entsteht Wikingerfeeling pur, und es klingt wie ein urtümlicher Stammesritus mit weiblicher Gesangsergänzung. „Norðrljós“ ist deutlich bedächtiger und eine zauberhafte, mystische Ballade. „Sækonungar“ besteht aus stampfenden Rhythmen mit tiefem Backgroundgesang, über die sich Justines Stimme erhebt. Zwischen zwei druckvolleren Stücken findet sich mit „Sólarljóð“ eine verzaubernde Hymne. Mit „Í Dansinum“ bekommt man ein mitreißendes Tanzlied zu hören. Das abschließende „Ny?r“ ist von langsamerer Machart, und damit wird man sanft wieder in die Realität entlassen.

Auf „Vikings Memories“ findet sich nur wenig instrumentale Ergänzung, denn der Fokus liegt auf den sehr gegensätzlichen Stimmen, die sich jedoch perfekt ergänzen. Immer wieder finden sich teilweise stampfende Rhythmen auf dieser Platte, die an Stammesriten erinnern, und damit das Wikinger-Feeling intensivieren. Die Platte ist gut durchgemischt zwischen kraftvollen und mystischen Songs, wodurch sich niemals Monotonie einstellt.

Wir leben in einer Zeit, wo sich viele gerne mental in die weit zurückliegende Vergangenheit zurückziehen, und das gelingt mit diesem Album auf Anhieb.

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6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Fimbulvetr
2. Jörmungrund
3. Grótti
4. Norðrljós
5. Sækonungar
6. Þistill Mistill Kistill
7. Sólarljóð
8. Víðförla
9. Hafgerðingar
10. Í Dansinum
11. Ny?r
Gesamtspielzeit: 37:15

Metalmama
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Beitrag vom 22.10.2020
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