SUIDAKRA - Lupine Essence
Label: MDD
[CLASSICKS] - REVIEW     Erscheinungsjahr:1997
Celtic Metal aus Deutschland? Bis Anfang des Jahrtausends hätte sich wohl keiner gedacht, dass einer der bekanntesten und erfolgreichsten Vertreter des Genres aus deutschen Landen stammt. Arkadius Antonik und seine SUIDAKRA haben mittlerweile 26 Jahre und ganze 14 Alben auf dem Buckel. Aktuell arbeiten die Jungs ja bereits an ihrem 15. Werk. Vorab gibt es aber nochmal das nun schon 23 Jahre alte Debüt „Lupine Essence“ als Re-Release.

Zwar nahm die Karriere der Truppe erst mit „The Arcanum“ (2000) und „Emprise To Avalon“ (2002) so richtig Fahrt auf, doch auch schon die Erstwerke zeigten erstaunliches Potential und die grobe Richtung auf. Frontshouter Arkadius und damals noch Marcel Schoenen, der für die zweite Gitarre und cleanen Vocals zuständig war, boten damals noch einen recht rauen Mix aus Black/Death und Folk mit brutalen Attacken, aber auch atmosphärischen Momenten, keltischem Flair und einem gewissen Etwas, das damals nur wenige Bands des Genres mitbrachten. SUIDAKRA bewegten sich somit schon immer möglichst abseits von abgetretenen Pfaden, spalteten dabei aber auch hier und da die Fangemeinde, wie zuletzt mit dem extrem ruhigen Akustik-Album „Cimbric Yarns“, das sich komplett auf die Folk-Seite konzentrierte. Zudem hatten die Deutschen damals mit Daniela Voigt noch eine Dame am Keyboard, die hier und da auch ein paar Vocals beisteuerte. Später wurden solche Dinge nur noch über Gäste und eher selten eingesetzt. Außerdem zeigte damals auch das Instrumental „…And A Minstrel Left The Mourning Valley“, welch Gefühl die Jungs schon für solche Stücke hatten und bis heute noch weiter verfeinert haben. Auch wenn Arkadius selbst nochmal Hand an „Lupine Essence“ für ein Remaster angelegt hat, klingt das Teil halt immer noch verdammt nach 90er Underground. Das macht aber nichts, denn sechs der acht Tracks gibt es sowieso in aktualisierten Versionen, ähnlich wie schon auf dem Best-Of „Echoes Of Yore“, wo man ja schon einige Klassiker neu einspielte. Warum „Dragon Tribe“ und „Internal Epidemic“ nicht nochmal neu eingespielt wurden, kann ich mir aber nicht erklären.

Alles in allem ist der Re-Release mit remastertem Sound und aktualisiertem Artwork eine absolut runde Geschichte, die durch die Neueinspielungen wunderbar ergänzt wurde. Für Sammler ein Muss, für Neueinsteiger empfehle ich eher die genannten Klassiker oder neuere Highlights wie „Book Of Dowth“ oder eben das Best-Of „Echoes Of Yore“ um sich einen besseren Gesamteindruck zu schaffen, da sich der Sound der Truppe über die Jahrzehnte doch immer wieder verändert hat.

www.suidakra.de

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Tracklist:
1. Banshee
2. Dragon Tribe
3. Heresy
4. Sheltering Dreams
5. Havoc
6. Warpipres Call Me
7. …And The Minstrel Left The Mourning Valley
8. Internal Epidemic
9. Heresy (2007 Re-Recording)
10. Banshee (2019 Re-Recording)
11. Havoc (2019 Re-Recording)
12. Warpipes Call Me (2019 Re-Recording)
13. Sheltering Dreams (2020 Re-Recording)
14. …And The Minstrel Left The Mourning Valley (2020 Re-Recording)
Gesamtspielzeit: 53:20

maxomer
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Beitrag vom 20.11.2020
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