ASPHYX - Necroceros
Label: Century Media
Die niederländische Band ASPHYX, die bereits seit 1987 ihr Unwesen treibt, ist mit einem neuen Death Metal Album zurück. Ihr bereits zehntes Studioalbum „Necroceros” ist brutaler und giftiger als alles was sie bisher veröffentlicht haben. In ihrer derzeitigen Besetzung mit Sänger Martin van Drunen, dem Gitarrist und Hauptsongschreiber Paul Baayens, Bassist Alwin Zuur und Drummer Stefan Hüskens nutzten sie die Zeit während des Lockdowns, um ein bestialisches Album mit extrem schnellen Death Metal und langsamen Doom-Passagen aufzunehmen.

Ohne Intro startet auch gleich der erste Track „The Sole Cure is Death” mit schnellen Blast Beats und tiefen Growls und fegt in brutalem Tempo dahin. Zwischendurch wird mit ein paar langsamen doomigen Passagen die Spannung gesteigert, ehe wieder drauf los gebrettert wird. Moderner doomiger Death Metal mit einem klassischen Hauch à la OBITUARY. Der nachfolgende Track „Molten Black Earth” walzt mit einer Woge des Schreckens dahin und baut gekonnt orientalische Klangfolgen ein, die etwas an den Stil von NILE erinnern.

Mit giftigen Grunts legt „Mount Skull“ los, gefolgt vom schnellen Track „Knights Templar Stand“, bei welchem wieder ein ordentliches Tempo vorgegeben wird. Etwas langsamer, kriecht mit düsterem Sound der Track „Three Years Of Famine“ dahin, ehe der Song mit einer fast schon epischen Klangszenerie überrascht, die plötzlich abbricht und in einem akustischen Gitarrenspiel mündet. Die Kombination aus Heavy Metal, Doom und Death Metal macht den Track zu einem der gewagtesten und interessantesten am Album und zeigt die Vielfalt von ASPHYX.
Um sich selbst treu zu bleiben, startet danach mit „Botox Implosion“ ein richtig harter Track, während „In Blazing Oceans“ leicht, spielerisch durch den musikalischen Ozean treibt. Mit „The Nameless Elite” folgt ein aggressiver Moshpit Track. Auch der nachfolgende Song „Yield or Die” knüpft daran an, ist jedoch um einiges melodischer und thrashiger. Zum Schluss gibt es dann auch noch den Titeltrack „Necroceros”, der ein verstörendes Bild der Erde zeichnet, über die ein grausamer Koloss herrscht. Bereits die tiefen Growls zu Beginn lassen das Metalherz höher schlagen, ehe der langsame, düstere Sound an Fahrt aufnimmt und gemeinsam mit den doomigen Passagen eine zerstörerische Wucht entfaltet.

Auf ihrem neuen Album „Necroceros“ bieten ASPHYX eine ungeahnte Bandbreite an, die Elemente verschiedener Genres in ein explosives Death Metal Album verpackt, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Ein extrem spannungsgeladenes Album, mit vielen Überraschungen und einem unglaublich brutalem und eingängigen Sound.

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7 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Sole Cure Is Death
2. Molten Black Earth
3. Mount Skull
4. Knights Templar Stand
5. Three Years Of Famine
6. Botox Implosion
7. In Blazing Oceans
8. The Nameless Elite
9. Yield Or Die
10. Necroceros
Gesamtspielzeit: 50:23

Veronica de Groot
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Beitrag vom 21.01.2021
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