EPICA - Omega
Label: Nuclear Blast
Nach fünf langen Jahren bringen die Niederländer EPICA ihr neustes Album „Omega“ heraus, das als umwerfendes und verblüffendes Symphonic Metal Werk bezeichnet werden kann. War bereits das vorhergehende Album „The Holographic Principle“ ein episches Meisterwerk, so kann das neue Album nahtlos daran anknüpfen. Neben dem Prager Musikorchester gibt es auf dem Album erstmals auch einen Kinderchor zu hören. Für Orchester und Chor wurden eigens Partituren geschrieben und die ethnischen Instrumente, die man in einigen Songs hören kann wurden vor Ort von einigen der besten Native-Künstler aufgenommen und integriert.

Beim ersten Track „Alpha – Anteludium „ steigert sich eine fröhliche Melodie zu einem verträumten Klangszenario, welches voller Power in den nachfolgenden Track „Abyss of Time - Countdown to Singularity“ übergeht. Die tiefen Growls von Mark Jansen stehen in Abwechslung zum arienhaften Gesang von Simone Simons. Während der Beginn noch von hoffnungsvollen Melodien gekennzeichnet ist, gibt es zwischendurch ein paar härtere, aggressivere Melodien.

Auch der Track „The Skeleton Key” startet mit einem monumentalen Auftakt, ehe zu düsteren Tonlagen gewechselt wird. Eine verzweifelte Stimmung ergießt sich in einen mitreißenden Refrain, der von einem Chor begleitet wird und die Dramatik des Songs noch weiter steigert. Mit „Seal of Solomon” wird noch mehr Spannung aufgebaut und ein paar orientalische Einflüsse in die Musik verwoben. Der schnelle und rhythmische Track „Gaia” setzt auf kurze Gitarrensolis kombiniert mit einer orchestralen Wucht.

Die orientalischen Klänge von „Code Of Life“ versetzen einen an einen anderen Ort, bis auch hier die Symphonic Metal Klänge die musikalische Führung übernehmen und eine epische Power erzeugen. Der theatralische Track „Freedom - The Wolves Within” bereitet ein Zusammenspiel aus Licht und Schatten. Im Gegensatz dazu beginnt „Kingdom Of Heaven” mit sanften Klängen, die sich in heroische Rhythmen verwandeln, aber auch brutaler Death Metal kommt hier nicht zu kurz. Der Track übertrifft die anderen noch einmal in seiner monumentalen Bandbreite, welche alle Gefühlsebenen anspricht.

Nach dem mitreißenden Track wird es mit „Rivers“ vorerst einmal ruhiger, ehe mit „Synergize - Manic Manifest“ wieder mit vollem Schwung durchstartet. Der Song „Twilight Reverie - The Hypnagogic State” fesselt einen durch die musikalische Umsetzung eines Tagtraumes, bei dem man in dem Zustand zwischen Schlaf und Erwachen gefangen ist. Zum Schluss läuft das gesamte Album auf einen Punkt hinaus „Omega - Sovereign of the Sun Spheres“ bei welchem sich die Theatralik verdichtet und noch einmal der gesamte Schmerz und die Hoffnung in einem epischen Spannungsfeld entladen werden.

Die umfassende Wucht von „Omega“ liegt wahrscheinlich auch daran, dass sich die Band zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gemeinsam zusammensetzte, um das Album zu schreiben. So ist „Omega“ ist ein Werk der Einheit, der Freundschaft und ein Exempel der engen Bindung unter den Mitgliedern. Es soll verdeutlichen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als wir zuzugeben wagen. Laut Mark Jansen lässt sich die Aussage des Albums wie folgt zusammenfassen: „Alles geschieht in Kreisläufen. Die Jahreszeiten, Tag und Nacht, unser Leben, die Wiedergeburt, Planetenbewegungen. Die Omegapunkt-Theorie postuliert, dass nach dem Alpha, dem Urknall, alles in Richtung eines Punktes treibt. Und dort, am Omegapunkt, kommt unser kollektives Bewusstsein zusammen.“
Dieses Album lässt mit Sicherheit niemanden kalt und wird nur schwer zu übertreffen sein. Ein Symphonic Metal Must Have für alle Liebhaber dieses Genres.

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7 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Alpha – Anteludium
2. Abyss Of Time - Countdown To Singularity
3. The Skeleton Key
4. Seal Of Solomon
5. Gaia
6. Code Of Life
7. Freedom - The Wolves Within
8. Kingdom Of Heaven Prt 3 - The Antediluvian Universe
9. Rivers
10. Synergize - Manic Manifest
11. Twilight Reverie - The Hypnagogic State
12. Omega - Sovereign Of The Sun Spheres
Gesamtspielzeit: 70:46

Veronica de Groot
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Beitrag vom 17.02.2021
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