SIX FEET UNDER - 13
Label: Metalblade
Die Jungs von SIX FEET UNDER sind schon bewundernswert: regelmäßig erscheint Jahr für Jahr ein neues Album. Diesmal nennt sich das Werk schlicht „13“. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man sich nicht mal zwei, drei Jährchen mehr Zeit lassen sollte, um sich zu entspannen, neue Ideen zu sammeln und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Doch um das zu beurteilen, sollten wir einmal die elf Songs des knapp 36-minütigen Werkes genauer unter die Lupe nehmen.
Aufgenommen wurde das bereits achte Studioalbum der Vollblut Death Metaller im Morrisound Recording in Tampa (Florida) und der Criteria The Hit Factory in Miami. Neben Engineer und Mixer Chris Caroll hat sich Mr. Barnes höchstpersönlich um die Produktion gekümmert. Man kann nicht unbedingt behaupten, dass SIX FEET UNDER durch ihre letzten Releases vor lauter Ruhm kaum zu Ruhe kommen. „Bringer Of Blood“ war zwar ein gutes Stück Death Metal, kam aber an Klassiker wie zum Beispiel „Warpath“ nicht annähernd heran. Und dann die schon fast peinliche „Graveyard Classics II“ Veröffentlichung, welche wie ein Versuch aussah, den Karren noch mal aus dem Dreck zu ziehen – ohne Erfolg. In dieser Weise geht es auch mit „13“ weiter. Chris Barnes hat im Vorfeld Werbung gemacht, dass man dachte er hat ein absolutes Hammer-Album eingespielt. Doch man wird ziemlich schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt. Von den viel angepriesenen Groove Passagen findet man lediglich gegen Ende der CD solche Passagen in Tracks wie „The Poison Hand“ (zugleich eines der besten Stücke des Albums) und „This Suicide“. Ansonsten ist „13“ tatsächlich, wie angekündigt, ein von Uptempo Nummern dominierter Longplayer geworden. Wer auf morbiden Humor steht, wird sich beim dritten Track „Rest In Pieces“ ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Der Opener „Decomposition Of The Human Race“ fängt mit tiefen Bass-Lines an und wird durch schleppende Gitarren ergänzt. Danach wird das Tempo in die Höhe getrieben und der Refrain wird SIX FEET UNDER typisch derart oft wiederholt, dass man sofort weiß um welche Band es sich hier handelt. Nicht viel anders ist das darauffolgende „Somewhere In The Darkness“ aufgebaut. Während eben erwähnte Nummern noch durchschnittlich bis gut sind, muss man leider auch einige Ausfälle beklagen. „Wormfood“ ist bis auf die zwischenzeitlichen stakkato-Gitarrenriffs nichts Besonderes, was auch das unpassende Fade-out Ende eindrucksvoll beweist. Doch sogar der Titelsong animiert mehr zum Gähnen als zum Headbangen.
So gesehen sollten sich Chris Barnes und Co. für die nächste Scheibe etwas mehr Zeit lassen, um nicht wieder ein (unter-)durchschnittliches Album aus dem Ärmel zu schütteln. Musizieren können sie ja, das haben sie uns schon des Öfteren bewiesen. Aber „13“ wird leider nicht in die ewige Hall Of Fame eingehen.

www.sfu420


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Decomposition Of The Human Race
2. Somewhere In The Darkness
3. Rest In Pieces
4. Wormfood
5. 13
6. Shadow Of The Reaper
7. Deathklaat
8. The Pois Hand
9. This Suicide
10. The Art Of Headhunting
11. Stump
Gesamtspielzeit: 35:57

Gunther
Weitere Beiträge von Gunther

Weitere Beiträge über SIX FEET UNDER

CD-Bewertung
8 Stimme(n)
Durchschnitt: 1.88
[LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
3 Stimme(n)
Durchschnitt: 5.33
Deine Bewertung:
  



9 bereits abgegebene Kommentare


Beitrag vom 06.06.2005
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: