SUIDAKRA - Crógacht
Label: SPV (Wacken Records)
Unterbewertet waren sie schon immer, obwohl regelmäßig starke Outputs abgeliefert wurden und ein Live Gig der Jungs war jedes Mal sein Geld wert. Egal ob vor großer Kulisse, wie am Metalcamp oder UFTG, oder auch in kleinen Sälen, wie dem Schl8hof in Wels oder dem Linzer Kulturzentrum Hof. Sympathisch und spielfreudig sind sie auch, haben sich seit jeher den Arsch abgespielt und es vor kurzem auch in die USA geschafft. Die Rede ist von den deutschen Melodic Death/Black Metallern mit keltischem Einschlag: SUIDAKRA. Man erinnere sich an Glanztaten, wie „Emprise To Avalon“ oder „The Arcanum“.

Vor einigen Jahren stieg Gitarrist, Songwriter und Co-Sänger Marcel aus und der Band passierte der kleine, moderne Ausrutscher mit dem Namen „Comand To Charge“. Sicher kein schlechtes Album, aber wurde durch die Änderung im Sound und der zu modernen Produktion den Erwartungen nicht gerecht. Mit dem Comeback von Marcel kam gab es dann das wieder ordentliche „Caledonia“. Nun ist er wieder weg und die Angst ist groß. Doch Arkadius, Lars und Marcus, die dadurch zum Trio zusammenschrumpften, gaben sich alle Mühe und riskieren mit „Crógacht“ viel. Einerseits wurde das Album, wie auch der Vorgänger, schon einer Story gewidmet und erzählt den alten irischen Mythos “The Death Of Aoife’s Only Son”, andererseits wurden einige längst verworfene Elemente, wie Keyboards und sogar weibliche Vocals, wieder eingebaut. Zweiteres macht sich bei dem Akustik-Stück „Feats Of War“, das sehr eingängig ausgefallen ist sehr gut. Die Keys sind wie damals nur ein stimmiges Element und kommen recht selten zum Zug. Auch wurden neuere Elemente wie die Backpipes stark verstärkt, wobei diese auch nie aufdringlich wirken. Aber die eigentlich Waffe von SUIDAKRA: geile Riffs, starke Lead-Melodien und die harschen Vocals von Arkadius sind nach wie vor stark ausgefallen und sollten jeden Fan der Band Freude bereiten.

Mir persönlich tut der Name Pagan oder Folk Metal in Kombination mit SUIDAKRA reichlich weh. Hier werden keine Humpa-Beats, Saufsongs oder sonstige Pagan Elemente verwendet. Die Deutschen setzen auf Grinds, Riffs und Growls auf hohem Niveau, auch wenn Irland und der keltische Einfluss da sind, würde ich die Jungs nie mit Pagan, KORPIKLAANI, TYR und Konsorten assoziieren. Das würde ihnen nicht gerecht. Das mit typischen schredderndem Riffing versehene „Shattering Swords“ ist auf jeden Fall der perfekte Beweis dafür. Auch wenn das Album ein starkes Teil wurde, so geht die cleane Stimme von Marcel doch sehr ab, was sich definitiv auch live niederschlagen wird, wie es eben damals schon der Fall war, wobei Arkadius auch hier alles gibt.

An die genannten Referenzwerke oder auch „Signs For The Fallen“ kommt „Crógacht“ zwar nicht heran, aber SUIDAKRA fügt damit wieder ein sehr gutes Teil in ihre Diskografie ein und kann sicherlich dennoch einige neue Fans dazugewinnen, ohne alten Freunden vor den Kopf zu stoßen. Wen die Story, die vom langjährigen Cover-Artist Kris Verwimp entworfen wurde interessiert, der möge auf die offizielle Homepage der Band schauen.

www.suidakra.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Slán
2. Conlaoch
3. Isle Of Skye
4. Scáthach
5. Feats Of War
6. Shattering Swords
7. Ár Nasc Fola
8. Gilded Oars
9. Baile´s Strand
Gesamtspielzeit: 41:13

maxomer
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Beitrag vom 05.03.2009
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