SCAR SYMMETRY - The Unseen Empire
Label: Nuclear Blast
Im Jahr 2008 und dem richtig guten Album „Holographic Universe“ mussten die Schweden von SCAR SYMMETRY den Abgang eines begnadeten Sängers hinnehmen. Christian Älvestams Fußstapfen wurden kurzerhand mit gleich zwei Frontern gestopft und ein gelungenes, wenn auch noch unausgereiftes „Dark Matter Dimensions“ wurde umgehend eingereicht.

Robert Karlsson und Lars Palmquist machten auf diesem Werk bereits eine gute Figur und zeigten schön, was denn eine Band dieses Kalibers dadurch an Möglichkeiten dazugewonnen hat. Leider hat man diese Möglichkeiten nicht vollends ausgeschöpft und vieles wirkte noch etwas nicht perfekt eingespielt und unausgegoren. „The Unseen Empire“ soll´s nun richten. Der Einstieg lässt schon mal Positives erahnen. Der progressive Teil ist etwas weiter in den Hintergrund gerückt und treibende Rhythmik, kann in Kombination mit tollen Melodien sofort überzeugen. „The Anomaly“ ist bewusst als leichter Einstieg gedacht und zeigt die Band kompakter denn je und auch die nötige Eingängigkeit wurde wiedergefunden. Dies liegt aber nicht nur an den Melodien, sondern ist auch dem gelungenen Wechselspiel der beiden Sänger zu verdanken und von diesen profitiert „The Unseen Empire“ am Laufenden Band.

Aber auch bei den komplexeren Arrangements wissen die Schweden nun genau, was sie wollen. „Illuminoid Dream Sequence“ zeigt dies im Anschluss gleich sehr schön. Höchst moderner Sound, viele Synthies und der cleane Gesang lassen anfangs Gedanken an Peter Tägtgrens PAIN aufkommen, der Song entfaltet aber im Verlauf noch viele weitere Facetten, die viel Spaß und Überraschungen mit sich bringen. Richtig fies wird es bei „Extinction Mantra“, das mit exotischem Intro daher kommt und später durch stampfende Drums und den brutalen Shouts von Roberth extrem deftig daher kommt, jedoch liefert Lars im Chorus einen starken Kontrast durch hymnischen Gesang.

Man merkt, dass SCAR SYMMETRY nicht nur musikalisch ihren Sound weiterentwickelt haben und auch keine Grenzen scheuen, sondern auch ihre beiden Sänger viel überlegter und gezielter einsetzen. Sowohl die direkteren, als auch die progressiv angehauchten Tracks zünden sehr bald und die Band schafft es auch immer wieder diese Elemente in einzelnen Songs zu verbinden, so werden „Seers Of The Shaton“ oder „The Draconian Arrival“ trotz ausgeklügelten Strukturen und vielen Tempowechseln, dennoch bald im Ohr haften bleiben.

Auch bei „The Unseen Empire“ hat sich die Truppe konzeptionell etwas einfallen lassen. Grob gesagt, geht es um ein Regime, das im Hintergrund die Fäden der Menschheit zieht und wie sich herausstellt vermutlich sogar von Reptilien betrieben wird.

Das fünfte Album in der siebenjährigen Karriere von SCAR SYMMETRY stellt ein ausgereiftes und musikalisch hochwertiges Werk dar, das Fans des modernen Death Metal problemlos ansprechen sollte.

www.scarsymmetry.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Anomaly
2. Illuminoid Dream Sequence
3. Extinction Mantra
4. Seers Of The Schaton
5. Domination Agenda
6. Astronomicon
7. Rise Of The Reptilian Regime
8. The Dracconian Arrival
9. Alpha And Omega
Gesamtspielzeit: 43:05

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über SCAR SYMMETRY


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 12.04.2011
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: