SABATON - Carolus Rex
Label: Nuclear Blast
Der musikalischere Teil der schwedischen Armee ist wieder unterwegs. In letzter Zeit wurde es etwas ruhiger um SABATON, da man vier ehemalige Mitglieder ersetzten musste, umso erfreulicher, dass man mit „Carolus Rex“ das 7. Studioalbum veröffentlichte. So verabschiedeten sich die beiden Gitarristen Oskar Montelius und Rikard Sundén, sowie der Schlagzeuger Daniel Mullback und Keyboarder Daniel Mÿhr aus der Band. Doch beim neuesten Streich waren die vier ausgeschiedenen noch ein letztes mal am Werk.

Die neuen Mitglieder sind Chris Rörland (NOCTURNAL RITES) und Thobbe Englund (WINTERLONG, RAUBTIER) an den Gitarren sowie Robban Bäck (BALTIMOORE, PREY) am Schlagzeug die nun ihr Glück in der Band versuchen. Einen neuen Keyboarder hat man bisweilen aber nicht rekrutiert.

Doch alle Ängste und Sorgen, dass SABATON vielleicht nicht mehr so motiviert klingen würden, waren umsonst, denn das kurze Intro „Dominium Maris Baltici“ geht nahtlos über in den Titel „The Lyon From The North“ der so klingt wie diese Band klingen soll. Schnell, knallhart, dröhnend und mit einem Sänger ausgestattet der einen Wiedererkennungswert hat wie wenig andere. Fette Gitarrenriffs im Mittelteil, der typisch epische Refrain gesungen von allen Musikern und die starke Stimme von Joacim Brodén lassen den ersten Titel recht wuchtig rüberkommen und machen Freude auf mehr. Weiter geht es mit meinem persönlichen Highlight auf „Carolus Rex“ und zwar dem deutschen Titel „Gott Mit Uns“, der die Schlacht von Breitenfald aufarbeitet. Im ersten Moment etwas komisch, da nur dieser eine Satz auf Deutsch gesungen wird. Doch nach ein paar Mal hören, eine sehr eingängige Nummer dank des coolen Keyboard Einsatzes. In Österreich und Deutschland bestimmt live der Reißer. Als Bonus gibt es HYPOCRISY / PAIN Fronter und Produzent Peter Tätgren als Gastsänger.

Weiter geht es mit dem etwas langsameren „A Lifetime Of War“, das doch als Ballade bezeichnet werden darf und „1648“. Als Thema diente diesmal hauptsächlich der 30-jährige Krieg sowie die Geschichte rund um Karl den XII. von Schweden. Kann der erstgenannte Song noch überzeugen, treten bei „1648“ schon die ersten Ermüdungserscheinungen auf. Leider wiederholt man sich zu oft. Für Fans die des schwedischen mächtig sind gibt es das komplette Album auch in der Landessprache der Jungs zu kaufen. Nette Idee für Anhänger aus der Heimat.

„Carolus Rex“ dürfte einigen schon bekannt sein, da die Nummer schon seit geraumer Zeit im Netz herumgeistert. Kraftvoller Stampfer in bester SABATON Manier mit viel Speed und typischen mitgröhl Refrain. Mit „Killing Ground“, „Poltava“, „Long Live The King“, und „Ruina Imperii“ befinden sich noch vier weitere Songs auf „Carolus Rex“, die ohne wirklichen Höhepunkt auskommen und so nicht wirklich näher erläutert werden müssen. Als Bonustrack gibt es auf der Special Edition den STATUS QUO Klassiker „In The Army Now“. Leider konnte ich nocht nicht reinhören, da für mich dieser Song noch nicht verfügbar war.

SABATON scheuen Veränderungen wie der Teufel das Weihwasser. „Carolus Rex“ ist ein mehr als solides Album. Man findet ein paar starke Nummern, verzichtet auf große Experimente, und man kann eigentlich auch keinen Song als Ausfall bezeichnen. Auch textlich bleibt man sich treu und singt von Heldenmut, Krieg und Ehre. Doch die Frage ist, wie lange kann man die Anhänger noch mit Songs ködern, bei denen die meisten so klingen als hätte man sie schon mal gehört? Nicht falsch verstehen, Fans werden bestimmt ihre Freude haben, da die meisten Anhänger genau diesen Sound hören wollen, aber das ein oder andere Experiment werden SABATON eingehen müssen. Und wer schon einmal ein Konzert der Schweden miterleben durfte der weiß sowieso, dass Joacim und seine Mannen live eine Macht sind. Somit kann man gespannt sein, wie man sich auf den diesjährigen Festivalbühnen mit den "Neuen" präsentieren wird.

www.sabaton.net


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Dominium Maris Baltici
2. The Lion From The North
3. Gott Mit Uns
4. A Lifetime Of War
5. 1 6 4 8
6. The Carolean’s Prayer
7. Carolus Rex
8. Killing Ground
9. Poltava
10. Long Live The King
11. Ruina Imperii
Gesamtspielzeit:

AndyVanHalen
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Beitrag vom 09.06.2012
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