SAXON - Sacrifice
Label: EMI
Die Jungs von SAXON sind schon ein Phänomen, kaum eine andere Band lieferte in den letzten paar Jahren in so kurzen Intervallen so starke Alben ab. Zwischen ausgedehnten Tourneen und diversen Festivalgastspielen, wie auf Wacken, finden die Briten trotzdem noch Zeit um gute Songs zu schreiben. „Lionheart“, „Into The Labyrinth“, „The Inner Sanctum“ oder „Call To Arms“ zeigen, dass Peter "Biff" Byford und seine Bandkollegen nicht von vergangenen Großtaten leben, sondern auch heute noch zu den wichtigsten Vertretern der NWOBHM gehören. Der neueste Streich trägt den Titel „Sacrifice“ und klingt, wie zu erwarten war, nach 100% SAXON.

Biff's Stimme thront zwar über allem, doch auch das ein oder andere Experiment findet seinen Weg in eine durchaus wuchtige Produktion. So springt einem bei „Warriors Of The Road“ JUDAS PRIEST nur so ins Gesicht. Geniale Riffanleihen bei Glenn Tipton und K. K. Downing haben natürlich noch niemandem geschadet. Eine coole Nummer, bei der die Gitarristen Doug Scarratt und Paul Quinn den großen Priestern um nichts nachstehen. Riesiges Lob gebührt Drummer Nigel Glockler, der so wuchtig auf sein Arbeitsgerät einschlägt, dass eigentlich nur die Frage bleibt, wie viele Bäume ihr Leben lassen mussten um dem Briten als Drumstick zu dienen. Selbst nach mehrmaligem Durchlauf, ist keine Schwachstelle zu finden und keine Nummer kann als Ausfall gesehen werden. SAXON stehen einfach für gute alte britische Qualität. „Walking The Steal“ erinnert mit seinen Riffs ein wenig an LED ZEPPELIN’s Allzeithit „Kashmir“. Zwar keine Übernummer, doch dank dem Akustik-Mittelteil ein echtes Schmankerl. Der wohl typischste Song ist wohl „Night Of The Wolf“, der so klingt wie SAXON klingen müssen. Eingängiger Refrain, Testosteron-geschwängerter Text und ein Sound, der einen nicht ruhig stehen lässt.

Zur Standard-CD gibt es natürlich auch eine Special Edition mit einer Bonusscheibe. Darauf zu finden, wie sollte es auch anders sein, „Crusader“ als fette moderne orchestrated Version. Wer mit dem Original aufgewachsen ist, wird zwar im ersten Moment ein wenig die Nase rümpfen, doch wie schon erwähnt, werden keine Experimente gescheut. Laut Biff‘s Aussage soll die Bonus-CD als Geschenk für die Fans gedacht sein, mit jenen Songs, die die Band zu der machten, die sie heute ist. Neben „Just Let Me Rock“ gibt es noch das gefühlsbetonte „Requiem“ und „Frozen Rainbow“ als Akustik-Version. Coole Draufgabe für Anhänger. Für Freunde der guten alten Zeiten gibt es „Sacrifice“ auch auf Vinyl.
SAXON liefern zum wiederholten Male ein saustarkes Album ab. Die einzige Gefahr dürfte wohl darin bestehen, dass man die Fans mit zu viel Material überfordern könnte. Doch wer von der NWOBHM nicht genug bekommen kann, kaufen kaufen kaufen!!! Eine weitere Möglichkeit wäre das gute Stück zu downloaden und so den Song „ Luck Of The Draw“ als Draufgabe zu bekommen.

www.saxon747.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Procession
2. Sacrifice
3. Made In Belfast
4. Warriors Of The Road
5. Guardians Of The Tomb
6. Stand Up And Fight
7. Walking The Steel
8. Night Of The Wolf
9. Wheels Of Terror
10. Standing In A Queue
11. Crusader (Orchestrated Version)
12. Just Let Me Rock (Re-Recorded Version)
13. Requiem (Acoustic Version)
14. Frozen Rainbow (Acoustic Version)
15. Forever Free (Re-Recorded Version)
Gesamtspielzeit:

AndyVanHalen
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Beitrag vom 22.02.2013
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