SONS OF MORPHEUS - Sons Of Morpheus
Label: Deepdive Records
Morpheus ist Sohn des Hypnos und Gott der Träume – so sagt jedenfalls die griechische Mythologie, was die Philosophen und Geschichtenerzähler aber wohl nicht wussten, der gute Gott hatte noch drei rockende Söhne. SONS OF MORPHEUS nennt sich nämlich das Deutsche Trio, das mit seinem gleichnamigen Debüt irgendwo zwischen Rock, Blues und Psychedelic für Aufsehen sorgen will. Ob man nun einen Gottkomplex hat, die Musik zum Einschlafen findet, darauf hinweisen will wie traumhaft selbige ist oder die Jungs einfach auf das Matrix Alter Ego von Laurence Fishburne stehen, müsste wohl bei den drei Herren persönlich nachgefragt werden.

Ich selbst darf jedenfalls behaupten, dass dieser Erstling der erst dieses Jahr gegründeten Truppe absolut stark aus den Boxen tönt. Nicht zufällig fühlen sich SONS OF MORPHEUS von den 60ern und 70ern inspiriert und spielen sich bei authentischem, aber druckvollen Sound durch die 13 gelungenen Tracks, die zum einen roh und ungeschliffen aus den Boxen dröhnen, aber dennoch versiert und mit Herz und Seele ausgestattet wirken. Zwar kommt man sich gerade bei den bluesigeren Songs vor, als würde man mit dem Trio in der Garage beim spontanen Jammen stehen, doch mit jedem erneuten Hördurchgang bemerkt man immer mehr, dass SONS OF MORPHEUS durchaus System und Hirn hinter ihren mal verdammt rockenden („Sugar Boogie“, „Pay For Me“), mal psychedelisch ruhigen aber anstrengenden („Wasted Blood“, „Tsunami“) Kompositionen haben. Bestes Beispiel das neunminütige Mammut-Werk „Psilocybin“, welches das Album würdig abschließt und den Zuhörer zufrieden entlässt. Aber auch Tracks dieser Machart sind ebenso wie die genannten Rocker absolut bühnentauglich und versprechen eine spannende und abwechslungsreiche Performance, die wir hoffentlich bald live erleben dürfen.

SONS OF MORPHEUS erfinden das Retro-Rock Rad natürlich in keinster Weise neu, schaffen es aber sich eine eigenen kleine Nische zu schaffen und die nötige Authentizität mitzubringen, um sich gegen die Masse an Bands dieses Genres durchsetzen zu können – auch ohne Gottkomplex.

www.sonsofmorpheus.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Pay For Me
2. Seed
3. Wasted Blood
4. Head In The Clouds
5. Sugar Boogie
6. Eye Of The Storm
7. My Baby Likes To Boogaloo
8. Tsunami
9. Further Along
10. Dragonfly
11. Into The Sun
12. Demons Rising
13. Psilocybin
Gesamtspielzeit: 55:52

maxomer
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Beitrag vom 17.09.2014
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