SYLOSIS - Dormant Heart
Label: Roadrunner Records
Zuerst die schlechte Nachricht: Rob Callard, seines Zeichens Drummer, hat nach den abgeschlossenen Aufnahmen aus zeitlichen Gründen (immerhin war SYLOSIS die letzten drei Jahre fast durchgängig rund um den Planeten unterwegs) der Band Adios gesagt. Mit Ali Richardson (ehemals BLEED FROM WITHIN) wurde jedoch umgehend ein Nachfolger präsentiert.

Mit “Where The Wolves Come To Die“ entschied man sich für einen kurzen Opener der etwas an den Stil der legendären „Icon“ von PARADISE LOST erinnert. „Dormant Heart` als Titelsong ruht laut Presseaussendung von einem Verkehrsunfall während der US Tour mit TRIVIUM und DEVILDRIVER in 2013 her. “Der Titel bezieht sich auf Menschen, die wie von einem Autopilot gesteuert durchs Leben gehen und Teil einer Herde sind. Es geht darum, dass die Leute das einfach als Teil einer `Tradition` akzeptieren, statt sich in der Welt umzusehen und für sich selbst zu denken. Manchmal gibt es Situationen, die unsere Perspektive oder Wahrnehmung verändern…“

Generell wirkt das Album noch düsterer als die bisherigen Werke der Band. Fett und mächtig spielen sie hingegen allemal und die volle Wirkung entfaltet sich eigentlich, auch wieder SYLOSIS-typisch, erst bei vermehrtem Hören. „Leech“, für das bereits ein Video verfügbar ist, glänzt auf ganzer Linie mit einer gut getimten Variation an Geschwindigkeiten, Ruhe- und Sturmphasen. Gleiches gilt für das zweite Highlight des Rundlings „Harm“ und dem darauffolgenden „Mercy“. Thrashigere Ansätze findet man bei „Servitude“ und „Callous Souls“, diese sind jedoch leider stärker in den Hintergrund getreten und nicht mehr so präsent wie noch auf den doch schon in die Jahre gekommenen Vorgängeralben.

Als Schlussnummer kommt man dann in den Premierengenuss von Akustikgitarren. „Quiescent“ nennt sich die Scheibe die mit knapp über neun Minuten Spielzeit auch das längste Stück darstellt. Auf der Special Edition sind dann noch zwei Bonustracks zu finden („Pillars Erode“ und das SMASHING PUMPKINS-Cover „Zero“).

Nach drei Jahren Studioabstinenz zauberte man also wieder ein gutes solides Album hervor, dem allerdings leider etwas der epische Flair abhanden gekommen ist, dennoch erkennt man sofort dass es sich um SYLOSIS handelt, und auch mit „Dormant Heart“ werden sie ihre Fanbase wieder weiter ausbauen können.

sylosis.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Where The Wolves Come To Die
2. Victims And Pawns
3. Dormant Heart
4. To Build A Bomb
5. Overthrown
6. Leech
7. Servitude
8. Indoctrinated
9. Harm
10. Mercy
11. Callous Souls
12. Quiescent
13. Pillars Erode (bonus)
14. Zero (SMASHING PUMPKINS Cover)
Gesamtspielzeit: 59:11

Tomo16v
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Beitrag vom 07.01.2015
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