XANDRIA - Theater Of Dimensions
Label: Napalm Records
XANDRIA gehören zu den Wegbereitern des Symphonic Metal und sind eine emsige Live-Band, gern gesehen auf zahlreichen Tourneen und allen wichtigen Festivals. Nach dem Erfolgsalbum „Sacrificium“ von 2014, das lange Tourneen nach sich zog, ist es nun an der Zeit für neues Sutdiomaterial.

Das erscheint nun unter dem Titel „Theater Of Dimensions“, für das die Band einige hochkarätige Gastsänger engagierte. Henning Basse (FIREWIND), Zaher Zorgati (MYRATH), Björn Strid (SOILWORK) und Ross Thompson(VAN CANTO) trugen gesangliche Parts bei.

Das Album beginnt mit sehr theatralischen und opulenten Klängen, genauso wie man es sich vom Titel her erwartet, und gleich beim Opener „Where The Heart Is Home“ zeigt Vocalistin Dianne van Giersbergen (nicht verwandt mit Anneke) welche Dynamik, Schönheit und Klarheit ihre Stimme besitzt. Nachdem beim ersten Track die Musik etwas weiter in den Hintergrund gedrängt wird, gewinnt diese beim nachfolgenden „Death To The Holy“ deutlich an Platz, zudem zeigen sich hier XANDRIA von der eher folkigen Seite, was sich auch beim nachfolgenden „Forsaken Love“ durch den Einsatz von Blasinstrumenten fortsetzt.

Dianne´s Stimme tönt zwar auch hier relativ hoch, klingt aber deutlich erdiger als zu Beginn. Aber natürlich fehlen auch die typischen Symphonic Metal-Tracks nicht, und bei Songs wie „Call Of Destiny“ findet sich alles was der Fan liebt – rasante Riffs und Rhythmen, epische Keyboards und hoher Gesang. Wer jedoch glaubt, dass nur positive Atmosphäre am Programm steht, der irrt gewaltig. „We Are Murderers (We All)“ könnte schon fast als Melodic Death Metal Track durchgehen, und gegrowlt wird da auch ganz schön – jedoch nicht von Dianne, dies wird Björn Strid (SOILWORK) überlassen. Darauf folgt eine wunderschöne Ballade namens „Dark Night Of The Soul“, bei der nur wenig musikalische Umrahmung den wunderbaren Gesang ergänzt. Mit „Ship Of Doom“ findet sich auch eine Art Seemannslied auf diesem Werk, und „Céilí“ stellt ein instrumentales, keltisches Tanzlied dar.

Der Titeltrack „A Theater Of Dimensions” ist dann mit fast 15 Minuten Spielzeit ein mehr als würdiges Finale. Darin findet sich noch einmal alles, was die Musik von XANDRIA ausmacht - epische Symphonic-Parts, eingängiges Gitarrenspiel von Philip Restemeier, wechselvollen Gesang und sehr viel Bombast. Dianne wird in diesem Track auch sehr oft von männlichen Stimmen ergänzt, zudem entsteht zwischendurch eine Art Jahrmarkts-Stimmung.

XANDRIA setzen bei „Theater Of Dimensions“ sehr stark auf Ideenreichtum und Abwechslung, wodurch niemals Langeweile aufkommt. Nachdem sich im Verlauf der Jahre die Band immer wieder um neue Sängerinnen umschauen musste, kann man das Engagement von Dianne van Giersbergen als wahren Glücksgriff betrachten. Die Niederländerin hat einfach in jeder Tonlage eine wunderbare Stimme und vermag damit alle möglichen Stimmungen bestens zu vermitteln. Musikalisch ist somit von balladesk, über episch bis relativ hart alles vorhanden. Dem Titel entsprechend sind XANDRIA hier in so manche neue Dimension vorgedrungen, und das kann man als geglückt werten.

www.xandria.de


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Where The Heart Is Home
2. Death To The Holy
3. Forsaken Love
4. Call Of Destiny
5. We Are Murderers (We All)
6. Dark Night Of The Soul
7. When The Walls Came Down (Heartache Was Born)
8. Ship Of Doom
9. Céilí
10. Song For Sorrow And Woe
11. Burn Me
12. Queen Of Hearts Reborn
13. A Theater Of Dimensions
Gesamtspielzeit: 74:25

Metalmama
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Beitrag vom 09.02.2017
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