CROWN THE FALLEN - The Passing Of Greed
Label: Eigenproduktion
CROWN THE FALLEN heißt die 2015 gegründete österreichische Melodic Death Metal Band, die mit ihrem selbst produzierten Debütalbum „The Passing Of Greed“ gleich einmal musikalische Grenzen überschreitet. Eigentlich fällt es schwer die Band überhaupt in ein Genre einzuordnen, da viele verschiedene musikalische Einflüsse kombiniert werden und man sowohl Thrash, Heavy oder sogar Power Metal auf dem Album finden kann.

Das Intro oder auch „Praeludium“ hat noch relativ wenig mit Death Metal zu tun und beginnt mit mystischen Klangfolgen und synthetischem Geigensound. Mit voller Power startet dann aber „Exhale Decay“ wobei die plötzliche Überleitung noch etwas ausgefeilt werden könnte. Die ersten Screams und Growls von Sänger Markus Pirker gehen jedoch sofort unter die Haut und werden im Hintergrund von melodischen Klängen begleitet.

Mit „Im Feuer Der Utopie“ ist das erste der vier deutschsprachigen Stücke dieses Albums zu hören. Vor allem die mechanisch klingenden Testpassagen im Song erinnern ein wenig an RAMMSTEIN, doch nicht nur wegen der deutschen Sprache. Denn trotzdem kann man auch bei diesem Song die Growls und Screams kaum verstehen, was jedoch bei englischen Texten im Death Metal nicht anders ist. Auch die klassischere Sequenz wird voll ausgenutzt bis ein Gitarrensolo losrattert.

„Black Hordes“ ist dafür ein schneller, gitarrenlastiger Track mit tiefen Growls bei dem man die schwarzen Horden an sich vorbeiziehen hört. Ein ziemlich gelungener Song bei dem sich härtere Parts mit melodiösem Spiel vereinen. Dennoch gibt es in der Mitte eine Instrumentalpassage die eventuell etwas zu lange aufhält bevor es zum Schluss wieder hart weitergeht. Auch „No Other Redeemer“ startet mit einem Aufmarsch gut weg, doch dann ergibt sich eine Melodie, bei der man auch auf die nächste Lottoziehung warten könnte. Dafür sind die Marschelemente in dem Track ziemlich geil.

Der Track „Sic Semper Tyrannis“ erinnert schon nach den ersten Sekunden stark an “Power Of The Dragon Flame” von RHAPSODY, aber der Gesang geht dann doch in eine ganz andere Richtung. Außerdem befinden sich in dem Lied einige Wiedererkennungselemente vom zweiten Song „Exhale Decay“. Zum Schluss gibt es dann mit „Aus Knechtschaft befreit“ getriebene Rythmen und brutalen Gesang.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die unterschiedlichen Melodien die Songs zwar interessant machen, aber ein richtiger Höhepunkt bleibt aus. Auch wenn die Band spieltechnisch einiges drauf hat, sind die melodischen Parts oftmals zu lang und der Gesang zu lasch. Wer jedoch auf Melodic Death Metal steht, sollte der Band auf jeden Fall eine Chance geben.

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5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Praeludium
2. Exhale Decay
3. Im Feuer Der Utopie
4. Ende Der Empathie
5. Black Hordes
6. No Other Redeemer
7. Imbeciles Bringing Disaster
8. Sic Semper Tyrannis
9. Aus Knechtschaft Befreit
Gesamtspielzeit: 50:12

Veronica de Groot
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Beitrag vom 13.02.2017
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