BATTLE BEAST - Bringer Of Pain
Label: Nuclear Blast
Seit 2011, werden BATTLE BAST mit Lob überschüttet und sind seither nicht mehr aus der Power Metal Szene wegzudenken. Sei es das grandiose Debütalbum „Steel“ mit der beeindruckenden Stimme von Nitte Valo oder der fette und nun teilweise moderne Sound der Band. Doch wenn man die Karriere von Beginn an verfolgte, konnte man immer wieder Auf und Ab’s miterleben. Nach dem Gewinn des Newcomer Wettbewerbes am Wacken Open Air, folgte das erste Album mit Platz #7 in den Finnischen Charts, ehe man sich dann von Nitte trennte und mit Noora Louhimo eine würdige Ersatzdame fand.

Werk Nummer zwei „Battle Beast“ stand dem Erstling um nichts nach und schaffte in ihrer Heimat sogar Platzierung Nummer #5 und den Einstieg in die deutschen Charts. Erst 2015 trennte man sich von Bandgründer und Hauptsongwriter Anton Kabanen (nun bei den Ungarn WISDOM), der nicht nur an der Gitarre agierte sondern auch einige Gesangsparts zuständig war. Somit stellte sich die Frage, wie klingen wohl BATTLE BEAST auf ihrem neuen Werk.

Und so startete man 2017 in eine neue Ära mit „Bringer Of Pain“. Eröffnet wird die Scheibe in typischem BATTLE BEAST Stil mit „Straight To The Heart“. Noora empfängt einen gleich zu Beginn voller Energie und einigen Screams. Die musikalische Fraktion bolzt dahin und jagt einige Riffs dazwischen. Starker Einstand. Doch leider flacht danach das Niveau etwas ab. Der Titeltrack wird mit einem Mega-Schrei der Blondine eröffnet, dem man der Dame rein optisch nie zutrauen würde. Im Mittelteil lebt sich dann Juuso Soinio an der Axt ordentlich aus, danach brechen die Keyboards mehr durch und man orientiert sich mehr an den 80ern wie man es von der Hit-Single `Touch In The Night` vom Vorgänger schon kennt.

„King For A Day“ ist so ein Beispiel, bleibt jedoch schnell hängen und passt hervorragend zur Stimme der Sängerin, übertreibt es aber in der Mitte mit der Verspieltheit und erinnert musikalisch dezent an die NORTHERN KINGS. Wenn man jedoch die bisherigen Alben der Finnen kennt, muss man sich an diese neue Ausrichtung erst gewöhnen. „Beyond The Burning Skies“ beweist, dass die Finnen auch gefühlvoller können, was dann jedoch zu sehr in Richtung NIGHTWISH schielt und auch „Familiar Hell“ könnte ebenfalls von den Kollegen sein. Nette Nummer jedoch nicht viel mehr, da einfach der gewisse Härtegrad fehlt. Schön wenn sich eine Formation weiterentwickelt, aber Anton Kabanen dürfte schon etwas fehlen und hätte die softere Ausrichtung wohl nicht zugelassen.

Dass die Geschwindigkeit doch noch vorhanden ist beweist der wohl ins Live-Repertoire rutschende Stampfer „Bastard Son Of Odin“. Noora und Juuso Soinio an der Gitarre drücken das Gaspedal ordentlich durch und liefern einen feinen Mitsingrefrain. Dass auch der männliche Gesang nicht fehlen darf, beweist „Lost In Wars“, für das Tomi Joutsen (AMORPHIS) gewonnen werden konnte und so für Abwechslung sorgt. Bei „We Will Fight“ ließ man sich von den schwedischen Kollegen SABATON inspirieren, während „Dancing With The Beast“ das wohl kitschigste Werk in der bisherigen Bandgeschichte darstellt. Zu guter Letzt verabschieden sich BATTLE BEAST noch mit der eher kitschigen Ballade „Far From Heaven“ bei der Frau Louhimo ihre sanfte Seite auslebt.

Die Kampfbestie aus dem hohen Norden liefert ein musikalisch einwandfrei produziertes Werk ab, das aber leider ohne wirkliche Höhepunkte auskommt und überraschend zahm daherkommt.

www.battlebeast.fi/


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Straight To The Heart
2. Bringer Of Pain
3. King For A Day
4. Beyond The Burning Skies
5. Familiar Hell
6. Lost In Wars
7. Bastard Son Of Odin
8. We Will Fight
9. Dancing With The Beast
10. Far From Heaven
Gesamtspielzeit: 40:10

AndyVanHalen
Weitere Beiträge von AndyVanHalen

Weitere Beiträge über BATTLE BEAST


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 15.02.2017
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: