PERSEFONE - Aathma
Label: Vicisolum Productions
Aus dem kleinen Pyrenäenstaat Andorra hört man was Musik betrifft, eigentlich recht selten was. Doch PERSEFONE behaupten sich schon seit über 15 Jahren als progressive Macht im Lande. Die Vorgänger zum aktuellen Werk „Aathma“, vor allem das zuletzt veröffentlichte Werk „Spiritual Migration“ aus dem Jahr 2013, konnten die Kritiker überzeugen, einen wirklich großen Bekanntheitssprung machte die Truppe aber dennoch nicht.

„Aathma“ soll es nun vielleicht richten. Mit neuem Drummer, neuem Gitarristen und prominenter Verstärkung, unter anderem von LEPROUS, CYNIC und dem Produzenten von Truppen wie OPETH, DEVIN TOWNSEND und ARCH ENEMY, starten die Herren vier Jahre später nochmal durch. Oftmals beginnen PERSEFONE filigran mit dezenten cleanen Gitarren und/oder Klavier, bauen komplexe Songstruckturen auf und explodieren dann in heftigen Attacken, die sowohl Growls als auch cleane und fürs Genre recht typisch anmutende Vocals mitbringen. Leider überwiegen die Growls, die immer wieder ein zu konträrer Part zu den wunderschönen Melodien von PERSEFONE stellen. Dass da einiges zunächst ziemlich sperrig daher kommt und einige Durchläufe braucht um zu zünden, ist dabei nur logisch, zumal der Titeltrack auf ganze 20 Minuten Spielzeit kommt. Neben einer dichten Atmosphäre, Intensität und einem Schuss Theatralik, setzen die Herren auch vermehrt auf ausufernde Instrumentalparts mit allerlei Gefrickel und Solo-Duell zwischen den Gitarristen Carlos Lozano und Filipe Baldaia, aber auch Keyboarder Miguel Espinosa klinkt sich immer mal wieder in diese Auseinandersetzungen ein. Dennoch bieten PERSEFONE immer wieder gelungene Verschnaufpausen mit verträumten Parts, die aber wie schon erwähnt, als eine Art Ruhe vor dem sich immer mehr steigernden Sturm darstellen.

PERSEFONE bietet auf ihrem neuesten Werk definitiv keine leichte Kost, doch „Aathma“ ist durchdacht, technisch hochprofessionell und gespickt mit starken Melodien und nicht minder gelungenen heftigen Parts. Ich persönlich wurde aber auch nach zahlreichen Durchläufen nicht komplett warm mit dem Album und vermisse oftmals noch den roten Faden, doch das muss jeder Prog-Fan dann für sich selber entscheiden.

www.persefone.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. An Infinitesimal Spark
2. One Of Many...
3. Prison Skin
4. Spirals Within Thy Being
5. Cosmic Walkers
6. No Faced Mindless
7. Living Waves
8. Vacuum
9. Stilness Is Timeless
10. Aathma
Gesamtspielzeit: 63:42

maxomer
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Beitrag vom 27.02.2017
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