SINNER - Tequila Suicide
Label: AFM Records
Auch wenn Mat Sinner vor allem mit seiner Hauptrupe PRIMAL FEAR mehr als beschäftigt ist, kann der Bassist, Songwriter und Sänger wohl kaum eine Minute ruhig sitzen, ohne an neuem Material zu arbeiten. Auch VOODOO CIRLCE, LEVEL 10, SILENT FORCE und seine Rock Meets Clasic Tourneen lasten den Meister nicht aus. Somit steht uns nun ein weiteres Album seiner Rock-Truppe, die schlicht SINNER genannt wird, ins Haus.

Da der Mann bereits seit Anfang der 80er mit der Truppe unterwegs ist, ist er heute schon beim sage und schreibe achtzehnten Album angelangt. Und wer Mat kennt, der weiß was er bekommt. Verspielten, melodischen Rock, der stets mit einem Augenzwinkern versehen ist. Da überrascht auch der Titel „Tequila Sucide“, dessen Titeltrack bereits im Netz zu hören ist, und gewaltig mit einem überaus positiven Vibe die Partys rockt. Locker flockig hauen die Deutschen Jungs, zu denen auch wieder Heimkehrer Tom Naumann (PRIMAL FEAR, DEBAUCHERY), Alex Scholpp (FARMER BOYS, TARJA), Drummer Francesco Jovino (VOODOO CIRCLE, PRIMAL FEAR, EDGE OF FOREVER) und Vocalist Sascha Krebs, der auf diesem Werk sein Debüt gibt und Mat mehr Freiraum für sein Spiel geben soll, gehören.

Auch vier Jahre nach „Touch Of Sin 2“ und nach 35 Jahren gehen Mat die Ideen nicht aus. Zwar bedient sich der Deutsche gerne mal verschiedenen bekannten Combos, drückt dem Ganzen aber immer seinen eigenen Stempel auf und macht das so gut, dass man ihm seine offensichtlichen Einflüsse nie übel nehmen könnte. Egal ob der gelungene Antreiber „Go Down Fighting“, das an die 80s Ikone WHITESNAKE erinnernde „Road To Hell“ oder das hymnische „Dragons“, das irgendwo zwischen PRIMAL FEAR und RAGE schwankt - SINNER haben stets eine Linie und wisse in jeder Stilrichtung zu überzeugen. Sascha Krebs, den man bisher noch von keiner namhafte Combo kannte, erweist sich mit seinem Organ als wahrer Glücksgriff und passt perfekt in den Sound der Truppe. Da überrascht auch gar nicht, dass Ricky Warwick himself bei einem Song mitträllert. „Battle Hill“ wird seinem Namen gerecht und kommt geschichtsschwanger, erhaben, hymnisch und majestätisch daher, aber auch „Sinner Blues“ wird mit seiner ruhigen Schlagseite seinem Namen gerecht und holt den Hörer zwischendurch wunderbar herunter.

Bei so einer starken ersten Hälfte ist die Gefahr, dass man das Pulver bald verschossen hat, leider oftmals gegeben, doch auch das wieder and LIZZY erinnerde „Why“, das verspielte „Gypsy Rebels“ und der eingängige Rocker „Loud & Clear“ überzeugen auf voller Linie. Den Abschluss macht das verträumte und mit Akustik-Gitarre aufgepeppte „Dying On A Broken Heart“ bei dem Sascha nochmal seine Vielseitigkeit zur Schau stellt.

Als wäre die Abwechslung und Songqualität noch nicht genug, lud sich Mat noch weitere namhafte Künstler wie Gus G. (FIREWIND, OZZY OSBOURNE), Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR, FREE FALL) oder Pete Lincoln (SAILOR, SWEET) ins Studio um „Tequila Suicide“ jetzt schon zum Klassiker zu machen. Wer auch nur irgendetwas mag, das Mat Sinner bisher angegriffen hat oder eine der genannten Bands, der muss hier unbedingt zugreifen!

www.matsinner.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Go Down Fighting
2. Tequila Suicide
3. Road To Hell
4. Dragons
5. Battle Hill
6. Sinner Blues
7. Why
8. Gypsy Rebels
9. Loud & Clear
10. Dying On A Broken Heart
Gesamtspielzeit: 39:30

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über SINNER

CD-Bewertung
1 Stimme(n)
Durchschnitt: 7
[LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
1 Stimme(n)
Durchschnitt: 7
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 03.04.2017
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: