NIGHTRAGE - The Venomous
Label: Despotz Records
Ganze 17 Jahre sind die Griechen, die einst von Marios Ilipoulos und FIREWIND Klampfer Gus G., der nach dem zweiten Album aber ausstieg, schon unterwegs und liefern mit „The Venomous“ nun schon ihr siebtes Werk. Und auch die verflixte Sieben setzt wieder auf das altbewährte Rezept und garantiert einen Mix aus Old-School Melodic Death der schwedischen Prägung und einer guten Portion Thrash.

„The Venomous“ glänzt aber nicht nur mit starker musikalischer Kost, sondern bietet auch ein Konzept über den schleichenden aber unausweichlichen Niedergang der Menschheit. Bei so einem Thema können NIGHTRAGE natürlich einmal mehr die Aggression als Trumpf ausspielen. So erwarten uns messerscharfe Riffs, abwechselnd mit stampfenden Rhythmen und von Ronnie Nyman, der nun schon sein zweites Album für die Truppe einsingt, brutale Screams, die aber auch ein gewisses Maß an Gefühl erahnen lassen. Aber Marios und seine Jungs, davon Drummer Lawrence Dinamarca (CARNAL FORGE) und Gitarrist Magnus Söderman (LEECH) neben Basser Andreas Hammer, neu im Reigen, wissen auch mit Melodien, Hooks und catchy Refrains umzugehen, ohne jemals weich oder cheezy zu wirken. So scheut man auch vor cleanen Vocals, vorgetragen durch DARKANE Fronter Lawrence Mackrory, auf „Affliction“ nicht zurück. Weiters stechen Marios und Magnus durch ihre starken Soli, Solo-Duelle und zweistimmigen Spiele heraus.

Aber geholzt wird natürlich auch nicht zu wenig, das aber gezielt und mit Hirn. „Carthasis“ ist dafür ebenso wieder einleitende Titeltrack ein Paradebeispiel, zumal der erstgenannte Track mit gemütlichem Gitarrensolo mit einem guten Spannungsbogen als Intro ins Geschehen einlädt. Etwas moderner geht es in „In Abhorrence“ zu, „The Blood“ geht ziemlich gut ab, bleibt aber dennoch schnell im Ohr hängen, „Disturbia“ groovt wie Sau und „Desolation And Dismay“ kann fast als Ohrwurm durchgehen, ehe „Denial Of The Soul“ als gechilltes Gitarren-Outro den Hörer wieder auf den Boden bringt.

NIGHTRAGE sind eingängiger, hookiger und catchy´er denn je, schaffen es aber dennoch irgendwie nicht wirklich etwas an Härte und Aggression einzubüßen. Die Mischung machts und lässt NIGHTRAGE trotz Konsequenz in ihrem Stil keine Sekunde nach Stagnation klingen. So und nicht anders!

nightrage.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Venomous
2. Metamorphosis/day Of Wrath
3. In Abhorrence
4. Affliction
5. Catharsis
6. Demoan
7. The Blood
8. From Ashes Into Stone
9. Trail Of Ghosts
10. Disturbia
11. Desolation And Dismay
12. Denial Of The Soul
Gesamtspielzeit: 49:20

maxomer
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Beitrag vom 04.04.2017
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