BLACK MAGIC SIX - Choose Death
Label: Svart | Cargo
Entweder sind BLACK MAGIC SIX verdammt ehrlich oder ziemlich selbstironisch, denn welche Band sagt zu ihrem neuen Album „Mental, musikalisch und lyrisch stagnierend.“?

„Choose Death“ ist das vierte Album der beiden Finnen und sollte laut eigenen Angaben ein Mix aus Blues, Garage und Punk sein, betitelt wird das Ganze jedoch als „Trash-Blues-Punk“ und die Hobbies der beiden sind natürlich: „Doing drugs, drinking Gasoline`. Und witzigerweise trifft es gerade die letzte Aussage am besten, abgesehen vom Blues.

Das Album startet mit „You Better Dance With Me, Satan“ nach kurzem Blues-Geplänkel mit dem Fuzz-Pedal auf vollem Anschlag und groovt schon mal gewaltig – da wäre schon mal das Gasoline, die erwähnten Drugs brechen dann in Form von psychedelischen Jam-Aktionen, die jedoch nie ausufernd erscheinen, durch. Frontmann und Gitarrist Taskinen erinnert eine Spur an CLUTCHs Neil Fallon, doch auch musikalisch brechen die großen Stoner Helden immer wieder durch. Dennoch können sich BLACK MAGIC SIX durchaus als eigenständig bezeichnen, zumal der Mix aus fuzziger Gewalt und ruhig-bluesigen, bis hin TITO & TARANTULA artigen Percussion Einlagen, einfach wunderbar funktioniert. Die Tracks machen allesamt Laune, gehen gut runter und sind sowohl bestens zum Abrocken als auch zum Tanzbeinschwingen geeignet. Ein wunderbarer Beweis ist da der Saloon-Rocker „9 To Midnight“, während „Red Cloud“ sogar etwas in Richtung NEW MODEL ARMY schielt.

Was die Truppe mit Stagnation meint, ist mir ein Rätsel, da ich die Vorgänger nicht kenne, doch wenn man damit meint, dass man seinem Stil treu bleibt und den ausgewählten Sound verfeinert hat, dann kann ich das nur gutheißen! Einzig die ziemlich kurze Spielzeit kann als echtes Manko bezeichnet werden.

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5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Dance With Me, Satan
2. Shake, Shake, Shake
3. 9 To Midnight
4. All Night Long
5. Red Cloud
6. Grease The Machine
7. Raw
8. Better Run Fast
9. 16 Tons Of Misery
10. Golden Jackal
Gesamtspielzeit: 27:21

maxomer
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Beitrag vom 07.04.2017
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