WARBRINGER - Woe To The Vanquished
Label: Napalm Records
Dass WARBRINGER nun mit der fünften Platte „Woe To The Vanquieshed“ in den Startlöchern stehen, ist keine Selbstverständlichkeit, denn Frontmann John Kevill stand 2014 nach dem Ausstieg von Gründer und Hauptsongwriter John Laux, dem dann die restlichen Mitglieder auch noch folgten, quasi alleine da. Doch Kevill ließ sich nicht unterkriegen und rekrutierte fleißig neue Musiker (u.a. von HOLY GRAIL, DESECRATE und MANTIC RITUAL) und steht nun drei Jahre später mit dem, seiner eigenen Aussagen nach, schnellsten und härtesten Material der Bandgeschichte wieder da.

„Woe To The Vanguished“ markiert dabei ein mehr als gelungenes Comeback der Aggro-Thrasher aus den Staaten. Hyperspeed-Geknüppel, Flitzefinger-Riffs, flirrende Soli und eine enorme Spielfreude sprudeln aus der fünften Langrille von WARBRINGER und das natürlich auf höchstem Niveau. Aus der einen oder anderen Ecke schreit es nach wie vor nach SLAYER, doch Kevill und seine Jungs haben sich in den letzten Jahren durchaus einen eigenständigen Sound erspielt. Dazu kommen nämlich abwechslungsreiches Songwriting und coole Ideen. So gibt es auch immer wieder langsamere Parts, teils mit Akustik-Gitarre, dann wieder mit dichter Atmosphäre aufgepeppt, so dass man durchaus von Knüppel mit Hirn sprechen kann. Das Gekeife von Kevill ist aggressiv und treffend wie immer und auch die hier und da eingestreuten hohen 80s-Thrash Screams sitzen.

Nachdem „Silluhetes“ und der Titeltrack „Woe To The Vanquished“ zunächst recht straight aber auch verspielt dahinthrashen und „Remain Violent“ richtig schön Old-School groovt, wird es spätestens im Mittelteil von „Shellfire“ richtig melodisch. „Descending Blade“ zieht dafür das Tempo umso mehr an und erinnert an einen Mix aus uralten ANNIHILATOR und ONSLAUGHT, ehe man mit „Spectral Asylum“ das Tempo gehörig zurücknimmt und mit doomiger Black Metal Atmosphäre überrascht. Und auch das überlange Finale in Form von „When The Guns Fell Silent“ hat einige Überraschungen zu bieten.

WARBRINGER sind zurück – und wie! Kevill schafft es auch mit neuer Mannschaft das Niveau mühelos zu halten und liefert alles was man sich von der Truppe erwartet, und sogar ein bisschen mehr. Wer auf abwechslungsreichen Thrash Metal der 80er Schule mit Mut zur Weiterentwicklung steht, der ist mit „Woe To The Vanquished“ bestens beraten.

www.warbringermusic.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Silhouettes
2. Woe To The Vanquished
3. Remain Violent
4. Shellfire
5. Descending Blade
6. Spectral Asylum
7. Dvinity Of Flesh
8. When The Guns Fell Silent
Gesamtspielzeit: 40:20

maxomer
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Beitrag vom 12.04.2017
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