ODIUM - As The World Turns Black
Label: Mdd Records
Die deutschen Thrasher ODIUM arbeiten sich schon seit 1993 fleißig durch den Untergrund, schafften es aber trotz energiegeladenen Alben und Auftritten nie so recht aus dem Schatten von Bands wie TANKARD, KREATOR oder DESTRUCTION zu schreiten. Nun liegt mit „As The World Turns Black“ das achte Werk der Hessen vor.

Und schon „The End Of Everything“ macht klar, dass der Titel nicht zufällig gewählt ist. Düster, bedrohlich und leicht apokalyptisch kommt der moderne Thrash daher, der mit Einflüssen von METALLICA, PERZONAL WAR und PARADOX schon gut nach vorne geht. Dabei prügeln die Jungs und Dame aber wie gehabt mit Hirn und System, nur will der Song nicht sofort zünden und auch der Gesang von Ralf Runkel könnte etwas druckvoller sein. Das Gefühl zieht sich leider auch durch das ganze Album. Während man sonst traditionelle Genrekost mit modernen Elementen kreuzt, traut man sich hier keine Experimente und haut durchwegs halbcleane 80s Shouts raus, versucht es jedoch hier und da auch mehrstimmig, wie im Refrain vom flotten „Point Of No Return“, das ganz gut ins Ohr geht. Ganz im Kontrast dazu steht die Powerballade „No Goodbye“, bei dem zunächst erneut METALLICA in den Sinn kommt, während KREATOR bei den melodischen Leads womöglich Pate standen.

Man hört auf „As The World Turns Black“ auf jeden Fall, dass ODIUM schon mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung besitzen und sich bei ihren abwechslungsreichen Kompositionen eine Menge Gedanken machen und so ist auf dem achten Werk der Hessen auch kein schlechter Track zu finden. Dazu kommen prägnante Riffs, intensive Leads, coole Soli, so manch Hookline und hymnische Refrains, weshalb das Thrash-Herz auch kaum etwas vermissen wird.

Dennoch bezweifle ich leider, dass man mit diesem Album den Schritt in die Oberliga schafft. So fehlt es trotz durchdachtem Songmaterial immer noch an dem gewissen Etwas, das ODIUM aus der Maße hervorhebt. Wer sich aber als Fan einer der genannten Combos sieht, könnte mit „As The World Turns Black“ auf jeden Fall seine Freude haben.

odium-metal.de


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The End Of Everything
2. Point Of No Return
3. No Goodbye
4. Blind
5. Revolution
6. Frozen World
7. Time Is A Killer
8. As The World Turns Black
9. Inside The Incubus
Gesamtspielzeit: 43:39

maxomer
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Beitrag vom 11.07.2017
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