PENTAKILL - II: Grasp Of The Undying
Label: Eigenproduktion
PENTAKILL ist eine fiktive Band, gegründet von Riot Games, den Schöpfern des beliebten MOBA League Of Legends, hinter der sich bekannte Musiker und Sänger verstecken, die gar nicht so einfach herauszufinden sind. „II: Grasp Of The Undying“ ist nun der zweite Output der Charaktere Yorik, Karthus, Mordekaiser und weiteren Heden von LoL.

Ein Mix aus Power Metal, Thrash, Symphonic Metal und Prog soll es sein. Und so startet man mit „Cull“ mit einer cleanen Gitarre relativ ruhig in das erste Abenteuer der Helden, doch bald erschallt die Stimme von Karthus, die zu niemand Geringerem als Jorn Lande (Ex-MASTERPLAN, JORN) gehört. Dieser teilte sich am Debüt noch den Gesang mit ZP Theart (Ex-DRAGONFORCE), der jedoch auf dieser Platte nicht mehr zu hören ist, dafür wird Jorn bei einigen Tracks von Per Johansson (UREAS, THIRD EYE) und Noora Louhimo aka Kayle unterstützt. Der erwähnte Opener kommt recht sperrig daher, „Mortal Reminder“ der zugleich heavyer und symphonischer ausgefallen ist, geht besser ins Ohr, hat aber ebenfalls wie das restliche Material das Problem etwas zu generisch und steril zu klingen. Hier handelt es sich zweifelsfrei um begnadete Musiker, doch irgendwie mag die Zusammenarbeit bzw. das Songwriting nicht einwandfrei funktionieren. Da hilft auch ein Tommy Lee (MÖTLEY CRÜE), der beim industriellen und nervigen „Hex Core Mk2“ in die Felle haut, nicht sonderlich weiter. „Tears Of The Goddess“ kündigt schon mit stampfender BATTLE BEAST-Rhythmik an, dass nun Noora ans Micro darf, und die leistet gewohnt starke Arbeit, weshalb der Titel noch als Anspieltipp genannt werden darf. Auch das finale und überlange Instrumental „Blade Of The Ruined King“ sticht mit seiner Orchestrierung und dem spannenden Aufbau heraus. Anonsten vermag das Material nicht wirklich zu zünden, auch wenn Jorn sich alle Mühe gibt und man auch den Instrumentalisten grundsätzlich keine großen Vorwürfe machen kann, aber man hört und spürt einfach, dass hier keine echte Band am Werke ist und so fühlt sich „II: Grasp Of The Undying“ wie ein unvollständiger, aber gutgemeinter Baukasten an.

Schlecht ist das zweite Album dieses ungewöhnlichen Projektes definitiv nicht, doch da wäre dennoch weit mehr drin gewesen. Fans von Jorns Stimme und modernem, Prog-Power Metal können aber gerne mal reinhören.

pentakill.leagueoflegends.com


4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Cull
2. Mortal Reminder
3. Tear Of The Goddess
4. Edge
5. Dead Man´s Plate
6. Hex Core Mk2
7. The Bloodthirster
8. Frozen Heart
9. Rapid Firecannon
10. Blade Of The Ruined King
Gesamtspielzeit: 45:57

maxomer
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Beitrag vom 10.08.2017
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