VENOM INC. - Avé
Label: Nuclear Blast
Mit VENOM INC. haben wir es mit einer Reinkarnation der legendären VENOM zu tun. Die drei ehemaligen Mitstreiter von Cronos, der nach wie vor mit neuen Musikern unter dem originalen Banner unterwegs ist, wollen live alte Klassiker wie „Black Metal“ oder „In League With Satan“ zelebrieren, aber auch neues Material liefern, was uns nun auch in Form von „Avé“ vorliegt.

Die beiden VENOM-Mitbegründer Jeff „Mantas“ Dunn und Sänger Anthony „Demolition Man“ Dolan, der bereits drei VENOM Alben Ende der 80er bzw. Anfange der 90er einsang, holten sich für einen Special Gig den Ur-Drummer Abbadon in die Band und hatten nach den unglaublichen Reaktionen den Entschluss gefasst, als VENOM INC. neu zu starten, was sich auch gelohnt hat, wie ihr hier gleich merken werdet.

Mit „Ave Satanas“ startet man auch gleich in die Vollen. Ein düsterer, bedrohlicher Stampfer, der auf beachtliche acht Minuten kommt und mit eindringlichem Riffing und gelungenem Gesang vom Demolition Man sowie einem gesprochenen Mittelteil punktet. „Forged In Hell“ geht da schon schneller von der Hand, tönt nach klassischem fast teutonischem Heavy Metal und dementsprechend legt sich auch Tony gesanglich noch mehr ins Zeug. Ein gelungener Banger zwischen ACCEPT, GRAVE DIGGER und HAMMERFALL, aber auch mit dem gewohnt düsteren Anstrich von VENOM. Thrashiger wirds bei „Metal We Bleed“, aber auch hier schielt ACCEPT durch, ehe beim spannend beginnenden und ebenfalls überlangen „Dein Fleisch“ Schmerzensschreie ertönen und man wieder mit stampfender Rhythmik zu gefallen weiß. Dazu gesellt sich fieser Flüster-Gesang sowie atmosphärische, cleane Gitarren sowie eindringliche Riffs, die sich ins Mark fräsen und eine Spur RAMMSTEIN beinhalten. Weiter geht es mit dem verdammt heavy tönenden „Blood Stained“, das im Refrain überraschend aber gelungen auflockert. Für Abwechslung und Ideenreichtum ist auf jeden Fall gesorgt.

Mantas und seine Jungs versuchen nicht stur Nostalgie aufkommen zu lassen, sondern versuchen mit „Avé“ ein zeitloses und abwechslungsreiches Album zu schaffen, und sind dabei nicht nur erfolgreich, sondern auch verdammt stark unterwegs. Und so geht es auch weiter. „Time To Die“ – der Name ist Programm. Flottes Thrash-Geballer á la KREATOR mit einem Schuss Punk machen enorm Spaß, „The Evil Dead“ ist nicht minder flott unterwegs, aber wieder im Heavy Metal verwurzelt und „Preacher Man“ groovt gewaltig vor sich hin. Auch „War“ ist ein fetter Thrash Kracher, erinnert in dem Fall aber eher im Ansatz an EXODUS, wohingegen „I Kneel To No God“ nochmal das Tempo gewaltig drosselt und man mit „Black N Roll“ doch etwas in Nostalgie schwelgt und auf Pfaden von „Black Metal“ meets „Ace Of Spades“ wandelt. Auch hier ist der Name nicht zufällig gewählt Rock´n´Roll from Hell trifft auf Punk-Attitüde.

Wow, ohne große Erwartungen bin ich an „Avé“ rangegangen und bin begeistert, überwältig und nach ein paar Durchläufen auch etwas süchtig. Fans der alten VENOM werden hier sicher ihre Freude haben, aber mit der frischen, ungezwungenen Herangehensweise werden sich Mantas, Abbadon und Demolition Man definitiv auch neue Fans heranzüchten. Wir freuen uns auf jeden Fall auf eine adäquate Live-Umsetzung!

de-de.facebook.com/VenomIncOfficial


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Ave Satanas
2. Forged In Hell
3. Metal We Bleed
4. Dein Fleisch
5. Blood Stained
6. Time To Die
7. The Evil Dead
8. Preacher Man
9. War
10. I Kneel To No God
11. Black´n´roll
Gesamtspielzeit: 62:11

maxomer
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Beitrag vom 12.08.2017
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