EAGLEHART - Reverse
Label: Scarlet Records
Dass die Tschechen ein Faible für Power Metal haben wissen wir nicht zuletzt durch Truppen wie SALAMANDRA, SYMFONIA oder ARAKAIN, beziehungsweise den zahlreichen Auftritten der Genregößen auf Festivals wie dem Masters Of Rock oder Metalfest in Tschechien. Mit EAGLEHEART konnte ich nun eine weitere Truppe aus unserem Nachbarland entdecken.

Die Herren kehren nun nach sechs Jahren Pause mit ihrem dritten Studioalbum zurück und widmen sich hier dem düsteren Power Metal irgendwo zwischen KAMELOT, SYMPHONY X, EVERGREY, aber auch VISION DIVINE und SECRET SPHERE. Wie erwähnt, erwarten uns nach dem Intro bereits ein düsterer Anstrich, atmosphärische Keyboards und knackige Riffs, über denen mit Roman Sácek ein talentierter und nicht selten an Tommy Karevik erinnernder Sänger thront. Dennoch versuchen EAGLEHEART zusätzlich noch Farbe in die Vocals zu bringen indem sie auch die Gitarristen Mike K?s und Michal Jankuliak immer wieder ans Micro lassen, was dem Ganzen das Sahnhäubchen aufsetzt.

Wirklich neu ist das Gebotene zwar nicht, dafür aber handwerklich astrein umgesetzt und stets spannend. Nach einem recht KAMELOT-artigen „Until Fear Is Gone“ gehen die Tschechen bei „Healing The Scars“ etwas thrashiger, aber nicht minder melodisch zur Sache und Roman driftet immer wieder in höhere Gefilde ab. Dazu kommt ein immer präsenter, leicht progressiver Touch, der das Album zudem spannend und langlebiger macht. Der Einstieg in das Werk ist dennoch einfach, da man immer wieder prägnante Melodien, eingängige Hooks und hymnische Vocallines verbaut. „All I Am“ ist da ein super Beispiel. Das Stück tönt zwar hektisch und zunächst etwas sperrig, doch die quirligen Keyboard-Melodien und einprägsamen Leads lassen den Song schon beim ersten Mal zünden. Ein weiteres Highlight ist das variable „Mind To Decipher“, das mit kraftvollen Vocals, tighten Rhythmen und diversen Stimmungswechsel für Aufsehen sorgt. „Enemy Within“ gefällt ebenso, dieses Mal aber dank flotter Rhythmik und Sing-along Refrain sowie entspannter Atmosphäre. Zum Schluss gibt man dafür mit dem Double-Bass Kracher „Painting The Shadows By Light“ nochmal richtig Gas. Abgerundet wird das Ganze wunderbar durch die fette Produktion von niemand Geringerem als Roland Grapow (Ex-HELLOWEEN, MASTERPLAN).

Noch fliegen EAGLEHEART unter dem Radar, das könnte sich mit diesem technisch hochwertigen und ausgefeilten Album aber durchaus ändern. Verdient hätten die Tschechen es auf jeden Fall, denn „Reverse“ steht den Alben der genannten Bands nur in wenig nach und sollte eben genau von den Fans dieser gehört werden.

www.facebook.com/eagleheartband/


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Awakening
2. Until Fear Is Gone
3. Healing The Scars
4. All I Am
5. Palace Of Thoughts
6. Reverse
7. Erased From Existence
8. Mind To Decipher
9. Endless
10. Enemy Within
11. Painting The Sahdows By Light
12. Erased (Bonus)
Gesamtspielzeit: 53:11

maxomer
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Beitrag vom 18.08.2017
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