SHEOGORATH - Blackthology
Label: Eigenproduktion
Das Wiener Duo mit dem sperrigen Namen SHEOGORATH gibt nicht nur in der Promo-Aussendung zu, ein Faible für das das Fantasy-Game Skyrim zu haben, sondern untermauert das mit ihrem Bandnamen, den Texten und dem nicht zu übersehenden Titel „The Fable Of Skyrim“. Sheograth selbst ist ein Charakter aus dem Spiel.

Die Jungs spielen ihre Version des Extreme Metal und setzen sich dabei keine Grenzen. „Where The Darkened Light Shines Upon“ beginnt virtuos und melodisch, holt bald aber die Black Metal Keule raus, versucht aber defintiv nicht krampfhaft true zu klingen und lässt auch für das Genre weniger typische Trademarks zu. So holen sich die beiden Herren - Patrick, der für Gesang und Lyrics zuständig ist und Gitarrist Matej, auch Inspiration aus dem Death, Thrash, Heavy und Folk Metal. Letzteres hört man im Ansatz beim folgenden „Repentance“. Der Gesang liegt auch irgendwo im tieferen Black Metal, beziehungsweise höheren Death Metal Bereich und passt zum Sound der Band, der jedoch einen gewissen und wahrscheinlich gezwungenermaßen undergrundigen Charme versprüht. Im erwähnten Skyrim-Track erschallen cleane Gitarren und galoppierende Rhythmen – die Drums kommen leider von einem Drum-Computer, klingen aber passabel – ehe man sich verspielt durch den ersten Teil soliert und dann etwas an eine schlankere Variante von WINTERSUN erinnert. „Impact, Death, Deliverance“ kommt da direkter und heavyer daher, erinnert mit seinen Gangshouts aber eher an eine Thrash Metal Nummer, während „Sheogorath“ durch sein Riffing eine Spur moderner erscheint. Wüstes Geknüppel – dieses aber mit System – gibt es dann im starken „Enter The Black City“. Weiters erwähnen sollte man die flotten Parts in „The Forge“, die einfach Spaß machen, sowie das etwas an BLIND GUARDIAN erinnernde Instrumental „Dusk“, das quasi als Intro zum recht experimentellen „Dawn Eternal“ dient.

Nicht nur, dass SHEOGORATH schon auf ihrem Debüt, dem bereits eine Demo und eine EP vorangegangen sind, nach gut vier Jahren Bandgeschichte enorm viel Potential und technisches Können zeigen, die Jungs sind auch kreativ, abwechslungsreich und scheuen nicht vor Genre-übergreifendem Songwriting zurück. Zwar trüben der Drumcomputer und die nicht ganz zeitgemäße Produktion denzent den Hörspaß, doch SHEOGORATH sollte man sich als Fan von härteren Klängen auf jeden Fall merken.

sheogorath.at


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Where The Darkened Light Shines Upon
2. Repentance
3. The Fable Of Skyrim
4. Impact, Death
5. Deliverance
6. Sheogorath
7. Prevail Your Retribution
8. Enter The Black City
9. The Forge
10. Infernal Kingdom
11. Dusk
12. Dawn Eternal
Gesamtspielzeit: 45:30

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über SHEOGORATH

CD-Bewertung
22 Stimme(n)
Durchschnitt: 6.18
[LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
16 Stimme(n)
Durchschnitt: 5.94
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 23.08.2017
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: