SERIOUS BLACK - Magic
Label: AFM Records
Bei SERIOUS BLACK stehen die Zeichen nach wie vor auf Sturm. Seit 2014 sind die Jungs unterwegs und veröffentlichen mit „Magic“ (bzw. „Serious Black-Magic“) nun schon ihr drittes Album, und das obwohl alle Mitglieder in anderen Bands involviert sind und man erneut einen neuen Drummer suchen musste, da Thomen Stauch nun anscheinend endgültig den Drum-Hocker geräumt hat.

Urban Breed (Ex-BLOODBOUND), Mario Lochert (EMERGENCY GATE), Jan Vacik (Ex-DREAMSCAPE), Dominik Sebastian (EDENBRIDGE, THIRDMOON), Bob Katsionis (FIREWIND) und Neuzugang Alex Holzwarth (Ex-RHAPSODY) machen auch auf dem dritten Output flotten, hochmelodischen Euro-Power Metal, der verdammt gut ins Ohr geht und alle wichtigen Klischees erfüllt. Während das Debüt einschlug und man mit dem Nachfolger „Mirrorworld“ nach etwas mehr als zwei Jahren nicht ganz das Niveau halten konnte, ist natürlich nun nach nur einem Jahr ein Schnellschuss zu befürchten. Doch die internationale Truppe hat sich reichlich Mühe gegeben, um neben dem Tourleben auch noch ganz 13 Tracks (plus Intro) qualitativ hochwertig und abwechslungsreich zu halten.

Egal ob der flotte Banger „Binary Magic“, das treibende „Burn! Witches Burn!“ oder das kontrastreiche „Lone Gunman Rule“ - SERIOUS BLACK zeigen schon beim Einstiegstrio, dass man sein Pulver noch lange nicht verspielt hat. Knackige Riffattacken von Dominik und Bob koexistieren wunderbar mit gekonnten Rhythmen, Keyboardmelodien aller Art und der prägnanten Stimme von Urban. Dazu gesellen sich natürlich einprägsame Refrains, die oft hymnisch und mehrstimmig daher kommen und auch die eine oder andere kleine Note an Kitsch und Pathos beinhalten. Verträumt geht es in „Now You´ll Never Know“ zu, die Doublebass rattert unentwegt in „I Can Do Magic“ und mit „Serious Black Magic“ hat man sich nun eine eigene Bandhymne aufgestellt. Auch die Akustik-Gitarre findet Anwendung, doch „Skeletons On Parade“ schwenkt dann, wie der Titel erahnen lässt, in einen düsteren Heavy Metal Stampfer um und zeigt die Vielseitigkeit der Band. Auch wenn SERIOUS BLACK auf eine klassische Ballade verzichtet, baut man immer mal wieder gefühlvolle Momente ein, egal ob das durch Leads, Keys oder die einzigartige Stimme von Urban passiert, es funktioniert wunderbar und lockert den doch recht heavy gehaltenen Power Metal wunderbar auf. Zum Schluss macht dann aber „Our Final Song“ doch noch Anstalten, emotionale, aber auch bombastische Ausmaße anzunehmen. Ein gelungener Abschluss, der auch den Mut der Band in den Vordergrund stellt.

Als kleinen Bonus haben sich SERIOUS BLACK die Mühe gemacht, zum Thema „Magic“ diverse Gimmicks und eine schicke und passende Aufmachung zu kreieren, die als weiterer Kaufanreiz dienen sollte. Was auch sinnvoll ist, da man mit „Magic“ zum ersten Mal auch ein interessantes Konzept angegangen ist, in das man dadurch gut eintauchen kann.

SERIOUS BLACK bleiben sich treu, beweisen mit „Magic“ aber einmal mehr, dass man zahlreiche Einflüsse hat und Mitglieder aus verschiedensten Bands und Stilrichtungen, die sich spätestens jetzt zu einer richtigen Einheit zusammengespielt hat. „Magic“ sollte Power Metal Fans aller Art eigentlich mühelos ansprechen. Zwar fehlt es dem Werk an dem einen oder anderen ganz großen Hit, dafür kann man aber kaum Schwächen erkennen. Uneingeschränkte Empfehlung für Genrefans.

www.serious-black.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. With A Tip Of The Hat
2. Binary Magic
3. Burn! Witches Burn!
4. Lone Gunman Rule
5. Now You´ll Never Know
6. I Can Do Magic
7. Serious Black Magic
8. Skeletons On Parade
9. Mr. Nightmist
10. The Witch Of Caldwell Town
11. True Love Is Blind
12. Just Kill Me
13. Newfound Freedom
14. One Final Song
Gesamtspielzeit: 56:30

maxomer
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Beitrag vom 30.08.2017
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