PERO PERO - Lizards
Label: Panta R&e
Die beiden Musiker hinter PERO PERO, die seit 2012 gemeinsam musizieren und mit „Lizards“ nun ihr neues Album auf den Markt bringen, kommen eigentlich aus dem Jazz, wollen die Hörerschaft aber nun mit sogenanntem Math-Rock für sich gewinnen. Rockende THE DILLINGER ESCAPE PLAN also? So in etwas könnte man meinen, denn auf dem Zweitling der Berliner geht es halbwegs wüst zur Sache.

Die Band kündigt das als einen Mix aus Stoner Rock mit allerlei Einflüssen von Progressive Rock bis hin zu technischem Death Metal. Dazu gesellt sich ein Konzept über Verschwörungstheorien, die unter anderem besagen, dass sich außerirdische Reptilien seit jeher unter uns befinden und uns heimlich regieren und lenken. Dass das alles nicht Easy-Listening ist, ist da von vornherein klar. Abgefahrene Rhythmen, abwechslungsreiche und nicht minder verrückte Riffs, sowie spärlicher, aber wüster Gesang sind da an der Tagesordnung. Leider kommt das Ganze mit relativ rauer Produktion daher, so dass das Gehörte noch eine Spur anstrengender wird. Doch Riffs, die klingen wie verrückte Bienen auf Speed oder noisige Auswüchse machen durchaus Spaß. Zudem können PERO PERO durchaus auch eingängig sein, wie die eine oder andere Melodie-Line oder der eindringliche Refrain von „Tongue“ überraschenderweise gut beweisen.

„Lizards“ ist ein extrem interessantes Experiment und nicht für jedermann gedacht, doch Math-Rocker/Core´ler sollten auf jeden Fall ein Ohr in das verrückte Album investieren. Alle anderen wären da wahrscheinlich überfordert.

www.peroperoberlin.com


4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Royal Banquet Hall
2. Ehm
3. Tongue
4. Lizards
5. Heloderma Suspectum
6. Molting Day
7. RPS
8. Toccac
Gesamtspielzeit: 38:30

maxomer
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Beitrag vom 01.09.2017
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