OTHERWISE - Sleeping Lions
Label: Century Media
Schon der Vorgänger der Alternative Rocker OTHERWISE zeigte Potential, konnte dieses jedoch nicht vollends ausschöpfen. Zweieinhalb Jahre nach „Peace At All Costs“ soll der vierte Release der Amis mit dem Titel „Sleeping Lions“ das nun richten.

Erneut agiert man irgendwo im Fahrwasser von NICKELBACK, 3 DOORS DOWN, POP EVIL und PAPA ROACH. Der Modern Vibe lässt vor allem auf die zuletzt genannte Truppe schließen, doch auch „Sleeping Lions“ will nicht ganz an die Großen des Genres anknüpfen. Irgendwo fehlt es dem Album an Hits wie sie ALTER BRIDGE, alte BUSH oder die genannten Truppen zumindest teilweise auf ihren Alben verewigten. Anhand der vielen Richtungen die OTHERWISE hier einschlagen, könnte es auch sein, dass sie mit „Sleeping Lions“ einfach noch ihren endgültigen Sound suchen. So steht man aber irgendwie etwas zwischen den Stühlen, lässt mit einigen gelungenen Riffs, hymnischen Refrains oder dem einen oder anderen Hook aufhorchen, kann aber leider nicht wirklich fesseln. Dabei ist es aber schwer zu sagen, woran das liegen mag, denn wirklich einen Fehler findet man auf dem zweiten Album der Herren aus den Staaten eigentlich nicht, nur will das Material halt einfach nur bedingt zünden. Eingestreute Keyboards bei „Suffer“, etwas LED ZEPPELIN Flair in „Weapons“, einige metallische RIffs, unter anderem in „Close To The Gods“ und weitere Experimente zeigen aber, dass OTHERWISE durchaus ihre eigenen Nische schaffen könnten, wenn man sich denn für eine entscheidet und den nötigen Mut aufweist. Auch in Richtung Gefühl gibt es mit der halben Powerballade „Crocodile Tears“, während „Bloodline Lullaby“ gegen Ende wirklich auf die Tränendrüse drückt und auch mit dem nötigen Kitsch nicht geizt.

OTHERWISE machen es einem wirklich nicht einfach. Wie erwähnt, hat man absolut Potential um mit den genannten Truppen mitmischen zu können, doch sie schaffen es einfach noch nicht die zwingenden Hits und Hymnen abzuliefern, die so bitter nötig sind um in dem überfüllten und teilweise schon etwas veralteten Sektor noch wirklich punkten zu können. Aber vielleicht klappt das ja mit dem nächsten Release. Ansonsten können Fans der Genregrößen durchaus mal reinhören und hoffen, dass die Löwen den Anschluss nicht komplett verschlafen.

de-de.facebook.com/otherwiseofficial


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Angry Heart
2. Sleeping Lions
3. Suffer
4. Nothing To Me
5. Weapons
6. Crocodile Tears
7. Close To The Gods
8. Beautiful Monster
9. Dead In The Air
10. Won´t Stop (Bonus)
11. Bloodline Lullaby
12. Blame
Gesamtspielzeit: 48:31

maxomer
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Beitrag vom 09.10.2017
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