SPEED LIMIT - Anywhere We Dare
Label: Pure Rock Records
Sieben Jahre hat es gedauert bis die Salzburger den Nachfolger zu „Moneyshot“ ablieferten und das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Es ist ihnen gelungen ein extrem frisch klingendes 80er Jahre Album zu veröffentlichen mit dem man sich nahtlos zwischen dem 1986er Debut „Unchained“ und der 88er EP „The Prophecy“ platziert. Stilistisch bewegt man sich auf gewohntem Terrain, also irgendwo zwischen Melodic Metal, Heavy Metal und Hard Rock und legt auch weiterhin ziemlichen Wert auf die Gitarrenarbeit. Haufenweise coole Riffs und eine Vielzahl an Soli machen die Songs zu dem was sie sind - verspielt, eingängig und trotzdem noch aggressiv genug. Speziell bei der Gitarrenarbeit offenbart sich auch wo die Band ihre Wurzeln hat, nämlich in der Blütezeit der NWOBHM. Es blitzen immer wieder mal mehr oder weniger IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder auch DEF LEPPARD durch ohne aber auch nur in irgendeiner Weise zu kopieren.

„Anywhere We Dare“ enthält alles was man sich nur von einem Album dieser Art erwarten oder auch wünschen kann. Schnelle Stampfer wie „Step Out Of The Line“ und der absolute Kracher „Good Year For Bad Habits“. Haufenweise getragene, melodische Songs wie „Sober Truth“, „No More Ace To Play“ oder „Dealing With Danger`“die allesamt eher in die Melodic Metal Ecke tendieren, sowie dem super eingängigen „Retired Hero“, das nicht mehr so ganz heavy aber auch nicht so ganz melodic ist und auch nach mehrmaligen Durchläufen immer noch zu den Highlights des Albums zählt.

Nicht fehlen dürfen auf einen typischen 80er Jahre Album die obligatorischen Balladen, und SPEED LIMIT servieren uns gleich deren zwei. Wobei „Sign Of The Times“ so richtig Gänsehautfeeling verbreitet und von Durchlauf zu Durchlauf besser wird. „Affinity Of Souls“ hingegen braucht seine Zeit. Als reine Akustiknummer wirkt sie zu Beginn eher fad, gewinnt aber bei öfterem Hören immer mehr an Qualität und verdient sich damit ihren Platz auf dem Album, obwohl sie trotzdem nicht zu den Top Songs gehört. Selbiges gilt für mich aber auch für den Titeltrack. Auch dieser zündet nicht sofort entwickelt sich dann aber trotzdem zu einer ziemlich soliden Melodic Metal Nummer.

Somit passt bei „Anywhere We Dare“ alles perfekt zusammen. Eine gelungene Mischung aus Melodie und Härte, geniale Gitarrenarbeit und ein Sänger der in allen Lagen zu überzeugen weiß. Somit sollte das Album jeden überzeugen der in den 80er Jahren mit Metal aufgewachsen ist und auch jeden anderen auf gut gemachten Heavy Metal steht. Schön auch, dass SPEED LIMIT ihrem Stil im Laufe der letzten 33 Jahre (Bandgründung 1984) immer treu geblieben sind. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass es nicht wieder sieben Jahre bis zum nächsten Album dauert.

www.speedlimitweb.com


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Anywhere We Dare
2. Sober Truth
3. Sweet Morphine
4. No More Ace To Play
5. Step Out Of The Line
6. Sign Of The Times
7. Good Year For Bad Habits
8. Retired Hero
9. Bridges
10. Dealing With Danger
11. Affinity Of Souls
Gesamtspielzeit: 63:17

Tom
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Beitrag vom 10.10.2017
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